UE-Student Malika Yunus in Amsterdam

Abenteuer Ausland – Studierende machen sich wieder auf in die Welt – 7 Tipps für ein rundum erfüllendes Auslandssemester

In wenigen Tagen startet der Semesterbetrieb für das Wintersemester 2022/23. Für viele Studierende stellt sich die Frage, wie sie das Studium insgesamt organisieren, was sie wie und wann einplanen und ob sie lieber Auslands- oder Praxiserfahrung sammeln. Warum ein Auslandssemester immer eine gute Idee ist und was man dabei für’s Leben mitnehmen kann, fasst Malika Yunus, Kommunikations-Design Studentin an der University of Europe for Applied Sciences nach frischer eigener Erfahrung in sieben inspirierenden Tipps zusammen:

1. Raus aus der Komfortzone, rein ins wahre Leben

„Das Wichtigste ist, aus seiner Komfortzone herauszutreten! Das umfasst viele Dinge, aber im Grunde genommen sollte man versuchen, Dinge zu tun, zu denen man sich hingezogen fühlt, mit denen man aber noch nicht vertraut ist. Das bedeutet, mit neuen Menschen zu sprechen, neue Erfahrungen und Speisen auszuprobieren und neue Projekte in Angriff zu nehmen. Ich war zum Beispiel zufällig bei einer Kryptowährungs-Networking-Veranstaltung und habe versucht, am nächsten Tag an der Konferenz teilzunehmen. Das hat zwar nicht geklappt, aber die ganze Erfahrung war unvergesslich.“

2. Auf Entdeckungsreise gehen

Auf Entdeckungsreise gehen und versuchen, nicht zu schnell in bequeme Gewohnheiten zu verfallen! Denn die Zeit drängt. Ich würde dazu raten, zu schauen, was an dem Studienort los ist, welche Veranstaltungen es gibt. Ich glaube, wenn man nicht genug Abwechslung hat, fühlt man sich eher isoliert und hat Heimweh, obwohl man sich im Grunde wohlfühlt. Ich habe monatliche Spieleabende mit einem festen Freundeskreis veranstaltet, aber jedes Mal ein oder zwei neue Leute eingeladen, die ich kennen gelernt hatte. Ich habe auch einige vegane Kochabende und ein Iftar zum Ramadan veranstaltet. Diese Aktivitäten gehörten zu meinen liebsten Momenten, denn meine engen Freunde wurden quasi wie eine Familie fernab von zu Hause.“

3. Angebote nutzen und Inspiration gewinnen

„Einrichtungen wie das Erasmus Student Network unbedingt nutzen! Sie haben uns nützliche Informationen, lustige Aktivitäten, Treffen und Erfahrungen vermittelt. Viele Studenten haben in den ersten Wochen an allen Aktivitäten teilgenommen und später dann an keiner mehr. Ich rate dazu, nicht an allem teilzunehmen, sondern die Aktivitäten auszuwählen, die wirklich gefallen. Es ist toll, dass es solche Angebote gibt, also sollte man sie nutzen und sich darüber hinaus inspirieren lassen, wonach man Ausschau halten kann. Im letzten Monat gab es zum Beispiel eine Präsentation über die Kultur und das Essen der Menschen, an der nur wenige Leute teilnahmen – für mich war es dennoch eine meiner Lieblingsaktivitäten.“

4. Sich gut betten

Unterkunftsangebote nutzen! Wenn die Möglichkeit besteht, sich von der Uni oder der betreuenden Organisation eine Unterkunft zur Verfügung stellen zu lassen, rate ich dazu, dieses Angebot zu nutzen. Ich hätte fast den Fehler gemacht, auf eigene Faust eine Wohnung zu suchen, weil ich dachte, ich bekäme ein besseres Angebot. Aber auf Empfehlung eines Freundes habe ich mich für das Studentenwohnheim entschieden. Das war gut so, denn es war nicht nur praktisch, günstig und zentral, ich hatte auch tolle Mitbewohner, die auch im Auslandssemester waren. Meine Freunde, die sich selbst eine Unterkunft gesucht haben, haben viel Zeit mit der Suche vergeudet und die meisten waren mit ihrer Unterkunft unzufrieden.“

5. Vernetzen und regionale Online-Gruppen nutzen

Sich umfassend vernetzen lohnt sich! Es gibt Online-Gruppen ( Facebook, Whatsapp) für Austauschstudenten, die nützliche gebrauchte Gegenstände wie Öfen und Haushaltswaren verkaufen. Das ist eine gute Gelegenheit, um günstig an nützliche Sachen von Studierenden zu kommen, die das Land verlassen. Sie können auch Tipps geben oder Fragen beantworten.

6. Raus aus der Bubble

Sich außerhalb der Austauschgemeinschaft bewegen! Auch wenn diese sehr engmaschig ist und man sich gerne dort aufhält, lohnt es sich, die lokale Kultur kennenlernen und sich mit Einheimischen anzufreunden, denn es ermöglicht noch mehr Einblicke und einzigartige Erfahrungen. Der Auslandsaufenthalt ist so kurz, dass es zwar möglich ist, das Semester in der internationalen Blase zu verbringen – das wäre aber sehr schade.

Eines der tollsten Erlebnisse hatte ich, als ich bei einer Freundin Kanu fahren ging. Sie wohnte am Stadtrand von Amsterdam und ich war erstaunt zu sehen, dass die Leute in diesen Gegenden Teile des Kanals in ihrem eigenen Hinterhof hatten. Meine Freundin und ich kenterten im knietiefen Schlamm, was das Erlebnis noch unvergesslicher machte.“ 

7. Wunschliste schreiben

Im letzten Monat meines Aufenthalts machte ich mir eine Liste mit Dingen, die ich vor meiner Abreise noch machen wollte – und dieser letzte Monat war voller Spaß und Abenteuer. Zum Beispiel, nachts in einen zum Schwimmen freigegeben Teil der Amsterdamer Grachten zu springen. Wenn man den Ort kennt und sich von Einheimischen beraten lässt, würde ich empfehlen, eine “Bucket list of things“ zu erstellen. Ich habe mich darauf konzentriert, was ich nur in Amsterdam machen kann und versucht, keine Zeit oder geistige Energie auf Dinge zu verschwenden, die weniger wichtig sind oder meinen Aufenthalt unnötig stressig gemacht hätten.“

Malika Yunus ist 23 Jahre alt, australische Usbekin und studiert an der University of Europe for Applied Sciences Kommunikationsdesign im siebten Semester. Aktuell lebt sie in Berlin und hat bereits ein Praxis- und ein Auslandssemester gemacht. In Amsterdam hat sie das Nebenfach “Makers Lab” in der Abteilung für Kommunikations- und Multimediadesign an der Hogeschool van Amsterdam belegt.

Insgesamt nimmt der Trend zum Auslandssemester wieder zu, was in den letzten beiden Jahren pandemiebedingt wenig attraktiv oder wenn überhaupt nur unter erschwerten Bedingungen möglich war. Aus einer internationalen Umfrage von QS Quacquarelli Symonds 2020 ging hervor, das nahezu die Hälfte der befragten Studierenden ihren Auslandsaufenthalt wegen der Folgen des Coronavirus verschoben hat, etwa jeder Zehnte hat bereits gemachte Pläne komplett verworfen. Im Wintersemester werden z.b. an der University of Europe for Applied Sciences wieder einige das Abenteuer Auslandssemester auf sich nehmen, in dem sie aktuell am liebsten in den USA oder in Europa, hier insbesondere in Frankreich, Spanien, Portugal, Irland, England oder Finnland verbringen. Die Top-Partnerhochschulen sind die San Diego State University, die California State University Northridge, Dublin Business School, das ISCTE – Instituto Universitario de Lisboa, das ESCE Frankreich sowie die Universidad CEU San Pablo, TAMK – Tampere University of Applied Sciences.

Die Nachfrage nach Auslandssemestern in Australien, Neuseeland, Asien und Südamerika hat insgesamt nachgelassen, wobei hier zum einen das Budget, zum anderen die Pandemie mit ihren Herausforderungen als einschränkende Faktoren genannt wurden. Da in einigen Studiengängen an der UE gewählt werden kann, ob Studierende ein Auslands- oder Praktikumssemester machen möchten, entscheidet sich die Mehrheit der Studierenden aus dem Ausland für ein Praktikum. Auch wird von der Möglichkeit, beides zu kombinieren, mehr und mehr Gebrauch gemacht. UE-Studierende aus Deutschland hingegen ziehen oftmals ein Auslandssemester vor. 

Erfahrung machen, aber sicher

Diejenigen Studierenden, die sich wohin auch immer aufmachen wollen, unterstützt die UE vollumfänglich. Das Team der privaten Hochschule steht während eines Auslandssemesters in regelmäßigem Austausch mit den Studierenden und sollte es mal Probleme geben, werden immer individuelle Lösungen gesucht und zusammen mit dem Prüfungsausschuss nach Ersatzleistungen gesucht. Die UE möchte den Studierenden eine solide und zukunftsträchtige Ausbildung und eine realitätsnahe Lernerfahrung bieten. Dazu gehört, mit widrigen Umständen umzugehen und Alternativen zu finden – so konnten zum Beispiel Studierende, die während der Pandemie kein Auslandssemester machen konnten, alternativ ein Praktikum absolvieren oder Interdisziplinäre Kurse aus anderen Studienbereichen der UE belegen. Das ist auch weiterhin in den Curricula so verankert.


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