
- University of Europe for Applied Sciences (UE) analysiert die WM-Trikots aller 48 qualifizierten Nationalmannschaften
- Häufigste Hersteller der Trikots der WM-qualifizierten Mannschaften: Nike, Adidas und Puma
- Günstigstes Trikot der Analyse: rund 32 Euro (Jordanien, Kelme)
Berlin, 3. Mai 2026 – Der Durchschnittspreis eines offiziellen Nationaltrikots der diesjährigen Fußball-WM liegt bei rund 104 Euro. Zwischen dem günstigsten und teuersten Jersey liegen dabei knapp 128 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse der University of Europe for Applied Sciences (UE), die die offiziellen Verkaufspreise und Hersteller der Heim- und Auswärtstrikots aller 48 qualifizierten Nationalmannschaften im Rahmen des Studienschwerpunkts “Fußballmanagement” im Sportmanagement-Studium erfasst und miteinander verglichen hat.
Das kosten die WM-Trikots, der qualifizierten Teams im Schnitt: Von 32 bis 160 Euro
Ein Blick auf die Durchschnittspreise von Replica-Trikots zeigt: Trikots von Nike sind mit rund 109,99 Euro am teuersten, gefolgt von Adidas mit etwa 100 Euro. Modelle von Puma bewegen sich mit durchschnittlich 99,95 Euro knapp darunter. Diese Preise gelten, unabhängig davon, ob es sich um Teams aus Europa, Südamerika, Afrika oder Asien handelt. Bei anderen Herstellern beginnen die Preise niedriger: Das günstigste Trikot der Analyse kommt von Kelme und wird für Jordanien produziert: Es kostet rund 32 Euro. Auch Paraguay (51 Euro) und die DR Kongo (rund 57 Euro) liegen bei den Trikotpreisen unter dem globalen Durchschnitt. Am oberen Ende des Rankings rangieren Trikots aus der Kategorie “Authentic”, diese sind teurer als Replica-Trikots, weil es sich dabei um die Trikots handelt, die körperbetont geschnitten sind und von den Spieler:innen im Profibereich getragen werden, während Replica-Versionen eine normale Schnittform haben und weniger hochwertig hergestellt werden. Optisch unterscheiden sich beide Trikots nicht. Authentic-Modelle von Adidas liegen im Schnitt bei 150 Euro, Nike verlangt 159,99 Euro und Puma bewegt sich mit circa 149,95 Euro auf einem ähnlichen Niveau.
Adidas, Nike und Puma: Diese Hersteller dominieren das Fußballfeld
Nike, Adidas und Puma statten zusammen mehr als Dreiviertel aller qualifizierten WM-Teams aus. Adidas ist mit 14 Teams der meistvertretene Hersteller, gefolgt von Nike (zwölf Teams) und Puma (elf Teams). Darüber hinaus tragen die weiteren Teams Marathon, Kelme, Umbro, Kappa, Capelli, Seata und Reebok. Vor allem sportlich erfolgreiche und international stark vermarktete Teams setzen auf die globalen Top-Marken. So laufen etwa die spanische, deutsche und argentinische Nationalmannschaft sowie Mexiko in Trikots von Adidas auf. Demgegenüber werden die holländische, englische und brasilianische Nationalmannschaft sowie Gastgeber USA von Nike bzw. die marokkanische, portugiesische und senegalesische Nationalmannschaft ausgestattet.
Die Ergebnisse im Überblick:
„Die Preisunterschiede bei WM-Trikots entstehen nicht durch Produktionskosten, sondern durch gezielte Markenstrategie. Große Ausrüster wie Nike und Adidas kalkulieren gezielt mit der globalen Strahlkraft einzelner Teams und deren Fanbasis: Sie wissen, dass die Zahlungsbereitschaft bei Top-Nationen höher ist. Sportlich erfolgreiche und international stark vermarktete Teams werden durchgehend von diesen globalen Top-Sportmarken ausgestattet: Die deutsche oder argentinische Nationalmannschaft laufen etwa in Trikots von Adidas auf, während England oder Brasilien von Nike ausgerüstet werden. Das zeigt, wie eng sportlicher Erfolg, internationale Sichtbarkeit und Markenpartnerschaften miteinander verzahnt sind. So kam es beim letzten WM-Finale in Katar 2022 zum Showdown der Top-Sportmarken, den Adidas (Argentinien) gegen Nike (Frankreich) für sich entscheiden konnte. Gleichzeitig wird Design zunehmend zum Wettbewerbsfaktor. Diskussionen um Passformen oder auffällige Gestaltungen machen deutlich, wie sensibel der Markt auf Details reagiert. Für die Marken ist die WM deshalb nicht nur ein sportliches, sondern auch ein visuelles Schaufenster. Trikots sind längst mehr als funktionale Produkte: Sie fungieren als emotionale und stilprägende Markensymbole, deren Erfolg maßgeblich von Wahrnehmung und Inszenierung abhängt. So zum Beispiel das pink-lila DFB-Auswärtstrikot bei der UEFA Euro 2024, welches bereits vor seinem ersten Einsatz sämtliche Verkaufsrekorde gebrochen hat“, sagt Gerald Fritz, Professor für Sportmarketing an der University of Europe for Applied Sciences.
Über die Analyse
Für die Auswertung wurden die offiziellen Verkaufspreise der Heim- und Auswärtstrikots aller 48 für die FIFA Weltmeisterschaft 2026 qualifizierten Nationalmannschaften erfasst. Grundlage bildeten öffentlich zugängliche Preisangaben auf Herstellerwebseiten und offiziellen Händlerplattformen. Preise in Fremdwährungen wurden zum Erhebungszeitpunkt in Euro umgerechnet. Teams ohne verfügbare Preisangabe wurden in der Durchschnittsberechnung nicht berücksichtigt. Für einzelne Teams lagen zum Erhebungszeitpunkt keine belastbaren offiziellen Preisangaben vor. Das betrifft Iran, Usbekistan, Irak und Bosnien und Herzegowina. Bei Kap Verde waren die Trikots zwar bereits vorgestellt, jedoch noch ohne belastbare Preisangaben erhältlich. Beim Heimtrikot von Curaçao lagen ebenfalls noch keine gesicherten offiziellen Verkaufsdaten vor; deshalb wurde nur das Auswärtstrikot berücksichtigt.
Über die University of Europe for Applied Sciences (UE)
Die UE bietet Bachelor-, Masterstudiengänge sowie duale Bachelor- und MBA-Programme an. Sie wurde institutionell vom Wissenschaftsrat für die maximale Laufzeit von zehn Jahren akkreditiert und ist systemakkreditiert durch die FIBAA. Die Hochschule wurde bereits zweimal mit dem Deutschen Bildungs-Award ausgezeichnet, außerdem zählen ihre praxisnahen dualen Studiengänge zu den „Besten Anbietern für duales Studium“ (STERN-Siegel). Die UE ist Teil der GUS Germany GmbH (GGG), einem Netzwerk von Bildungseinrichtungen mit mehr als 18.000 Studierenden an Standorten in Deutschland, Europa und darüber hinaus. Derzeit studieren an der UE rund 7.800 Studierende aus 143 Nationen.