
- Die University of Europe for Applied Sciences vergleicht die Verfügbarkeit verschiedener Internetbandbreiten an den deutschen Schulen in den 20 größten Städten
- Bochum liegt bei der Gigabit-Verfügbarkeit mit 99,1 Prozent vorn, gefolgt von Köln mit 97,7 Prozent und Düsseldorf mit 93,5 Prozent
- Seit 2023 ist die durchschnittliche Gigabit-Verfügbarkeit in den untersuchten Städten von 67,4 auf 84,7 Prozent gestiegen
Berlin, 19. Oktober 2026 – Für durchschnittlich 84,7 Prozent der Schulen in den 20 untersuchten deutschen Großstädten beziehungsweise Verwaltungseinheiten sind Festnetzanschlüsse mit mindestens einem Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) verfügbar. 2023 lag der Anteil noch bei 67,4 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse der University of Europe for Applied Sciences (UE) auf Grundlage von Daten des Gigabit-Grundbuchs der Bundesnetzagentur. Deutschlandweit liegt die Gigabit-Verfügbarkeit an Schulen 2025 bei 85,4 Prozent.
Bochum und Köln nahezu flächendeckend, Münster bildet Schlusslicht
Die höchste Gigabit-Verfügbarkeit unter den untersuchten Städten weist Bochum auf. Für 99,1 Prozent der Schulen ist dort eine Bandbreite von mindestens 1 Gbit/s verfügbar. Köln folgt mit 97,7 Prozent, Düsseldorf mit 93,5 Prozent. Dahinter liegen Wuppertal mit 92,1 Prozent und Frankfurt am Main mit 92,0 Prozent. Auch Berlin und Stuttgart überschreiten mit 90,4 beziehungsweise 90,3 Prozent die 90-Prozent-Marke. Schlusslicht der Auswertung bildet Münster: Dort sind mindestens 1 Gbit/s für 68,5 Prozent der Schulen verfügbar. In Dresden liegt der Anteil bei 71,4 Prozent, in Essen bei 71,8 Prozent. Zwischen Bochum und Münster liegen damit 30,6 Prozentpunkte.
„Innerhalb von zwei Jahren ist die durchschnittliche Gigabit-Verfügbarkeit an den untersuchten Schulstandorten um 17,4 Prozentpunkte gestiegen. Das ist ein wichtiger Fortschritt: Bereits im Rahmen des DigitalPakts Schule wurde ein Gigabit-Anschluss als Ziel für die Breitbandförderung von Schulen formuliert. Leistungsfähige Anschlüsse schaffen die technische Grundlage dafür, dass viele Schülerinnen und Schüler gleichzeitig auf Lernplattformen, Cloud-Dienste oder digitale Anwendungen zugreifen können. Unsere Zahlen zeigen, dass diese Grundlage heute an mehr Schulstandorten vorhanden ist als noch vor zwei Jahren“, sagt Prof. Dr. Maurits van Rooijen, President der University of Europe for Applied Sciences & Akademischer Chef des internationalen Bildungsnetzwerks Global University Systems.
Hohe Bandbreiten häufiger verfügbar als 2023
2023 waren mindestens 400 Mbit/s für durchschnittlich 67,5 Prozent der Schulen in den untersuchten Städten beziehungsweise Verwaltungseinheiten verfügbar. Bei mindestens 1 Gbit/s waren es 67,4 Prozent. 2025 liegen die Werte bei 85,0 beziehungsweise 84,7 Prozent.
Damit ist die durchschnittliche Gigabit-Verfügbarkeit innerhalb von zwei Jahren um 17,4 Prozentpunkte gestiegen. Die beiden höchsten untersuchten Bandbreiten liegen 2025 zudem fast gleichauf: Zwischen mindestens 400 Mbit/s und mindestens 1 Gbit/s beträgt der Unterschied nur 0,3 Prozentpunkte. Auch niedrigere Bandbreiten sind inzwischen an einem Großteil der untersuchten Schulstandorte verfügbar. Mindestens 16 Mbit/s erreichen im Durchschnitt 98,2 Prozent, mindestens 100 Mbit/s 96,3 Prozent und mindestens 200 Mbit/s 91,1 Prozent der Schulen.
KI verändert die Anforderungen an Schulen
Wie sich digitaler Unterricht weiterentwickeln könnte, zeigt das „Adaptive Intelligente System“ (AIS), das die Länder gemeinsam aus Mitteln des Digitalpakts entwickelt haben. Die KI-gestützte Lernplattform passt Übungsaufgaben an das Lernniveau der Schülerinnen und Schüler an und soll so die individuelle Förderung im Schulalltag erleichtern. Derzeit startet die Testphase an ersten Schulen. Prof. Dr. Maurits van Rooijen sagt „Dass die Bundesländer mit AIS eine eigene KI-gestützte Lernplattform an Schulen erproben, zeigt, wie konkret KI bereits im Bildungsbereich angekommen ist. Solche Systeme können neue Möglichkeiten eröffnen, Schülerinnen und Schüler gezielter entsprechend ihres individuellen Lernstands zu unterstützen. Gleichzeitig verändert ihr Einsatz die Anforderungen an Schule: Neben einer leistungsfähigen technischen Infrastruktur müssen Schülerinnen und Schüler lernen, KI sinnvoll einzusetzen, Ergebnisse kritisch zu prüfen und die Grenzen der Technologie zu verstehen. Diese Kompetenzen werden auch für den weiteren Bildungsweg immer wichtiger. An Hochschulen erleben wir bereits, wie selbstverständlich KI Teil des Lernens und Arbeitens wird. Schulen legen deshalb eine wichtige Grundlage dafür, dass junge Menschen später im Studium kompetent und reflektiert mit diesen Technologien umgehen können. Dafür braucht es Lehrkräfte, die den Einsatz pädagogisch begleiten, und Konzepte, die digitale Werkzeuge sinnvoll in den Unterricht integrieren.“
Über die Untersuchung
Für die Untersuchung wurden Daten des Gigabit-Grundbuchs zur Festnetzverfügbarkeit an Schulen ausgewertet. Betrachtet wurden verschiedene Bandbreiten in 20 deutschen Großstädten beziehungsweise Verwaltungseinheiten. Für den zeitlichen Vergleich wurden die Daten der vollständigen Jahre 2023, 2024 und 2025 herangezogen. Die angegebenen Werte beschreiben die Verfügbarkeit der jeweiligen Festnetzbandbreiten an den Schulstandorten. Sie geben nicht an, ob eine Schule einen entsprechenden Anschluss tatsächlich gebucht hat oder welche Geschwindigkeit im Schulalltag erreicht wird.
Für Hannover liegen in der Datengrundlage ausschließlich Werte für die gesamte Region Hannover vor. Diese umfasst neben der Stadt Hannover auch das Umland und ist daher nur eingeschränkt mit den übrigen untersuchten Städten vergleichbar.
Über die University of Europe for Applied Sciences (UE)
Die UE bietet Bachelor-, Masterstudiengänge sowie duale Bachelor- und MBA-Programme an. Sie wurde institutionell vom Wissenschaftsrat für die maximale Laufzeit von zehn Jahren akkreditiert und ist systemakkreditiert durch die FIBAA. Die Hochschule wurde bereits zweimal mit dem Deutschen Bildungs-Award ausgezeichnet, außerdem zählen ihre praxisnahen dualen Studiengänge zu den „Besten Anbietern für duales Studium“ (STERN-Siegel). Die UE ist Teil der GUS Germany GmbH (GGG), einem Netzwerk von Bildungseinrichtungen mit mehr als 18.000 Studierenden an Standorten in Deutschland, Europa und darüber hinaus. Derzeit studieren an der UE rund 7.800 Studierende aus 143 Nationen.