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Stress bei Studierenden mit und ohne Nebenjob

Psychologie, Campus Berlin

Zusammenfassung

Hintergrund und Fragestellung

Studierende sind mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert und erleben nicht selten ein hohes Maß an Stress. Wie kann das Verständnis von Stress-Mindsets, also verschiedenen Sichtweisen auf Stress, zur Reduktion von Stress beitragen? Dies soll die vorliegende Studie herausfinden. Als besondere Herausforderung wird dabei die Notwendigkeit vieler Studierender, durch einen Nebenjob ihr Studium zu finanzieren, berücksichtigt.

Methoden

Im Rahmen dieser Querschnittsstudie wurden N = 195 Studierende mit einem Onlinefragebogen zu ihrem Stresserleben, Stress-Mindsets und Nebentätigkeit befragt. Die Auswertung erfolgte mittels Korrelations- und Moderationsanalysen.

Ergebnisse

Es zeigt sich ein erhöhtes Maß an Stresserleben der Studierenden. Ein Mindset, dass Stress förderlich für die eigene Leistungsfähigkeit und Gesundheit sein kann, ging mit einem geringeren Maß an Stress einher. Nebenjobs erwiesen sich als Puffer für die negativen Auswirkungen eines schädlichen Stress-Mindsets auf das Stresserleben der Studierenden.

Schlussfolgerung

Stress ist aus dem Leben von Studierenden nicht wegzudenken. Daher ist es umso wichtiger zu wissen, wie Stress beeinflusst und genutzt werden kann. Mit einer Sichtweise, dass Stress förderlich ist, werden Stressoren als weniger aversiv erlebt. Dies sollten sich zukünftige Programme zur Stressreduktion von Studierenden zunutze machen.

 

DOI

https://doi.org/10.1007/s11553-021-00895-0

 

Heuse, S., Risius, UM. Stress bei Studierenden mit und ohne Nebenjob. Präv Gesundheitsf (2021). https://doi.org/10.1007/s11553-021-00895-0