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Gestalterisches Forschen im Fachbereich Art & Design

Das Institut für gestalterisches Forschen, Campus Berlin

Über das IF

Das Institut für gestalterisches Forschen (IF) wurde 2014 im Fachbereich Art & Design an der University of Europe for Applied Sciences, gegründet.
Das IF hat die Aufgabe, Projekte der gestalterischen Forschung zu initiieren und zu begleiten. Das IF vertritt einen offenen Begriff der Gestaltung und versteht diese als einen übergreifenden Prozess des Machens, der sich in unterschiedlichen Medien zeigen kann, wie textuell, bildlich, auditiv, installativ, multi- und transmedial, spielend interaktiv.

 

Dies betrifft auch den Begriff der Forschung. Das IF vertritt auch einen offenen Begriff der Forschung. Forschung wird verstanden als Bewegung des Suchens und Fragens, die sich wiederum in unterschiedlichen Medien und auch methodisch unterschiedlich ausweist. Es wird nicht unterschieden zwischen einer denkerischen Praxis und einem materialgebundenen Denken. Diese werden als gleichberechtigt, aber nicht gleichartig verstanden, so dass wissenschaftlich reflexive Ansätze, experimentelles Design und künstlerisch fragende Projekte gleichermaßen in der Förderlandschaft des IF aufscheinen. Die Fragen Wer forscht?, Wie wird hier geforscht? und Was ist die Frage? stellt das IF an jedes Projekt.

Forschungsschwerpunkte

Formatentwicklung

Neue Formate entstehen überall dort, wo durch technologische Entwicklung neue Gestaltungs- oder Rezeptionswerkzeuge zur Verfügung stehen, und sich Gestalter intuitiv und systematisch mit der Erkundung der dadurch entstehenden Erfordernisse, Möglichkeiten und Grenzen beschäftigen. In Forschungsprojekten der UE werden durch die Kombination und Transformation bestehender audiovisueller Medien neue Hybridformate mit eigenem Kommunikations-, Interaktions- und Narrationspotenzial entwickelt und analysiert.

Gestaltung und Wissen

Dieser Forschungsschwerpunkt thematisiert die epistemischen Voraussetzungen, Implikationen und Konsequenzen gestalterischer Praktiken. Dabei ist ausschlaggebend, dass Gestaltung in ihren vielfältigen Methoden und Medien als eigenständige Wissenskultur verstanden wird. So kann sich an der UE mit dem Wissen im Design zugleich das Design im Wissen als Forschungsgegenstand etablieren. Beide Perspektiven eröffnen Zugangsweisen, die interdisziplinär getragen werden. Sie können als Grundlagenforschung oder in Anwendungskontexten auftreten. Ihre Bearbeitung umfasst die Konstruktion von Modellen und Theorien ebenso wie das Anfertigen von Fallstudien oder die Produktion künstlerisch-gestalterischer Artefakte. Auch die didaktisch-rhetorischen Momente der Wissensvermittlung können hier thematisch werden.

Interaktive Systeme

Interaktive Systeme realisieren einen Informations- und Datenaustausch zwischen Mensch und technischem System über Interaktionsschnittstellen, deren Gestaltungsmöglichkeiten rasant wachsen. Erlebnisbezogene und ästhetische Aspekte spielen beim Entwurf interaktiver Systeme heute eine bestimmende Rolle. Diese werden im Forschungsschwerpunkt Interaktive Systeme insbesondere bezogen auf die Interaktion ›Beyond the Desktop‹ untersucht, bei der neue, innovative Interaktionstechnologien neue Gestaltungskonzepte im Sinne des Interface Designs erfordern. Interaktions-Ansätze der begreifbaren Interaktion (Tangible Interaction), spielbasierte Interaktionskonzepte (Gamification) und 3D-Interaktion bilden hier die Schwerpunkte. Das methodische Rückgrat bilden empirische Forschungsmethoden und benutzerzentrierte Vorgehensmodelle (z. B. User Centered Design), welche die Nutzer interaktiver Systeme in die Recherche, Evaluation und auch in den Phasen der Kreation intensiver miteinbeziehen.

Mediale Räume

Der durch die räumliche Projektion von Inhalten verschiedenster Herkunft entstehende mediale Raum ist Gegenstand dieses Forschungsschwerpunkts, der inhaltlich und technisch an die Gebiete Mixed und Virtual Reality, Ubiquitous Computing und Urban Media anknüpft. Zum Forschungsgebiet zählen die Analyse und Erzeugung realer, virtueller, hybrider und abstrakter Räume; digitale und analoge Strategien der räumlichen Kommunikation, Interaktion, Information oder Narration; sowie räumlich-medialer Kunst. Untersucht werden die gestalterischen Freiheitsgrade für ein neues Raumerleben und -verstehen, insbesondere die Überlagerung oder gezielte Entzerrung realer und virtueller Räume, die Arbeiten mit physischen, virtuellen und hybriden Objekten und die Entwicklung neuer Geometrien und räumlicher Dynamiken.

Mediales Erzählen

Der Forschungsschwerpunkt Mediales Erzählen untersucht Medien und Genre übergreifend narrative Verfahren, Strukturen und deren Rezeption. Erzählen wird dabei als Prozess der Bedeutungsproduktion verstanden, der sowohl fiktionale Aspekte wie Computerspiel, inszenierte Fotografie oder Creative Writing als auch faktuale wie Informationsgrafik oder Kommunikationsdesign umfasst. Diese Bedeutungsproduktion kann visuell und/oder akustisch organisiert sein (textuelle oder piktorale Erzählung, Steuerung der Narration durch Sounds) und bezieht die unterschiedlichen Sensoriken der Rezeption mit ein. Die UE führt dabei theorieorientierte und angewandte Erzählforschung zusammen. Der interdisziplinäre Ansatz der Hochschule und die beteiligten Fachbereiche ermöglichen die Erarbeitung übergreifender Beschreibungsoptionen für mediales Erzählen und einen erweiterten Erzählbegriff.