Integriertes virtuelles Lernen

  • Wie können wir die beste Lernerfahrung an der UE garantieren?

  • Wie kann das Lernen den besten Gebrauch von bestehenden und neuen Technologien machen?

  • Wie wird die Zukunft des Studiums aussehen?

  • Wie können wir die Exzellenz unserer Universitätsausbildung während Szenarien wie der globalen COVID-19-Pandemie aufrechterhalten und gleichzeitig unsere Studierenden und unser Personal schützen?

  • Wie können wir die Technologie nutzen, um unseren Studierenden ein Studium bei uns zu ermöglichen, auch wenn sie sich einer Vielzahl von Herausforderungen außerhalb des Campus stellen müssen - wie z.B. ihrer eigenen Unternehmensgründung, Arbeit, Familie, Visabeschränkungen usw.?

  • Wie können wir den Studierenden eine ansprechende Lernerfahrung auf und ausserhalb des Campus bieten?
    Wie können wir die Studierenden auf ein Berufsleben vorbereiten, in dem virtuelle Kollaborationswerkzeuge reichlich genutzt werden?

Diese und ähnliche Fragen beschäftigen uns seit vielen Monaten an der University of Europe for Applied Sciences (UE). Als Antwort darauf haben wir das Konzept des integrierten virtuellen Lernens entwickelt. Wir glauben an die Inspiration, die durch die Anwesenheit kreativer, ehrgeiziger und engagierter Menschen - Studenten und Dozenten gleichermaßen - entsteht. Wir glauben an die Kraft des Dialogs, an innovative Ideen und Einsichten, die sich aus dem Austausch von Ansichten und Meinungen und aus der Co-Kreation ergeben. Diese Präsenz und dieser Austausch müssen jedoch nicht nur in physischer Nähe stattfinden, sondern können durch technologische Mittel wie Videokonferenzen, kollaborative Online-Lernumgebungen, Virtual Reality, Augmented Reality und den Einsatz von künstlicher Intelligenz vermittelt werden.

In der Hochschulbildung ist Technologie jedoch kein Selbstzweck. Integriertes virtuelles Lernen wird Ihre Studienerfahrung im Hinblick auf digitale Kompetenz verbessern; es wird Ihnen die professionellen Mittel, das Verständnis und die digitalen Fähigkeiten für die globale und digitale Arbeitsumgebung 4.0 vermitteln. Daher verstehen wir Technologie als ein Medium und einen Service für die Lernerfahrung und die Studienreise der Studenten an der UE.

Eine integrierte virtuelle Lernumgebung bietet die pädagogische und technologische Grundlage für eine mehrkanalige Lernerfahrung der Studenten. Sie kombiniert das Beste aus den verschiedenen Arten des universitären Lernens. Gegenwärtig wird Microsoft Teams (MS TEAMS) in der 365 Cloud auch für das Integrierte Klassenzimmer zum Online-Lernen verwendet, könnte aber in Zukunft ersetzt werden. Kameras und Mikrofone verbinden das physische und das virtuelle Klassenzimmer, während die Studierenden - sowohl innerhalb als auch außerhalb des Campus - das Integrierte Klassenzimmer mit internetfähigen Geräten (Computer, Laptops oder Tablets) mit Kamera, Mikrofon, Bildschirm und separater Tastatur (zur Teilnahme an Chats und Quizfragen) betreten.

Mit den Fortschritten der Videokonferenztechnologien und der Zugänglichkeit von Virtual- und Augmented-Reality-Lösungen werden die Möglichkeiten der Verbindung von physischen und virtuellen Lernräumen immer ausgefeilter und die Lernerfahrungen werden durch die Erweiterung der Interaktionsmöglichkeiten im Integrierten Klassenzimmer verbessert.

 

Integriertes virtuelles Lernen an der UE findet in drei Modi statt:

  1. Lernen auf dem Campus | F2F (face-to-face)
    Das Lernen auf dem Campus hat eine lange Tradition in der universitären Ausbildung. Die Kombination von Vorlesungen auf dem Campus, persönlichen Vorlesungen und Selbststudium außerhalb des Campus hat sich in unzähligen Studien als eine sehr effektive Art des Lernens erwiesen. Wenn Studierende und Dozenten gleichzeitig auf dem Campus zusammen sind, können sie sich unter die Studierenden und Dozenten mischen, Ideen austauschen und die Vorteile der physischen Anwesenheit des anderen voll ausschöpfen. Gruppenarbeit, Diskussionen, Co-Kreation und kreative Problemlösungsmethoden wie Design Thinking gedeihen, wenn die Teilnehmer direkten, unvermittelten Kontakt miteinander haben.
     
  2. Hybrides Lernen
    Studierende können mit einer digitalen Präsenz in den Unterricht einsteigen oder - umgekehrt - fachkundige Dozenten über ihre digitale Präsenz in einen Klassenraum eingeladen werden. Das Klassenzimmer selbst kann - teilweise oder ganz - virtualisiert werden. Digitale Werkzeuge ermöglichen einen nahtlosen Wechsel zwischen vermittelten und unvermittelten Kommunikationsformen, um einen kontinuierlichen Lerndialog zu ermöglichen. Da die räumliche Unterscheidung zwischen dem physischen und dem virtuellen Klassenzimmer durch die Technologie überbrückt wird, spricht man von einem integrierten Klassenzimmer, in dem die virtuelle Lernumgebung untergebracht ist.

    Die integrierte virtuelle Lernumgebung bietet synchrone und interaktive Sitzungen, wenn man über eine physisch/digitale Präsenz an einer Live-Sitzung teilnimmt. 

  3. Virtuelles Lernen

    Das Lernen kann auch durch den Einsatz eines webbasierten Learning Management Systems erleichtert werden. Während auf dem Campus und virtuelles Lernen als interaktive und synchrone Lernerfahrungen konzipiert sind, die auf dem direkten Dialog zwischen Studenten und Dozenten basieren, ist das virtuelle Lernen zu 100 % so konzipiert, dass der Zugriff auf das virtuelle Lernen bei Bedarf und nach Belieben des Studenten erfolgen kann.

    Virtuelle Lernmaterialien sind vielfältig strukturiert und nutzen je nach Reife der Lernenden, ihrer Lernfähigkeit, dem Inhalt selbst und den Lernzielen eine Vielzahl von Medien. Software kann eingesetzt werden, um den Lernprozess zu unterstützen und zu überwachen, indem sie Methoden der Gamifizierung, Hausaufgaben und Quizfragen, Foren und Wikis, FAQs und/oder Chat-Bots auf der Grundlage von KI-gespeisten Wissensdatenbanken zur Verfügung stellt.

    Online-Lernen kann sehr effektiv mit Lernen auf dem Campus und virtuellem Lernen kombiniert werden. Da beide Lernmethoden immer selbstorganisierte Lernsitzungen außerhalb des Campus beinhalten, können die Online-Lernmanagementsysteme den Studierenden helfen, über die in interaktiven Sitzungen gelernten Inhalte nachzudenken und dieses Wissen durch erneutes Lernen außerhalb des Campus zu festigen. Diejenigen, die daran interessiert sind, tiefer zu graben, können leicht auf hochwertiges Bonusmaterial zugreifen, das vom Dozenten kuratiert wird. Da Studienmaterial auf Universitätsniveau sehr oft entweder hinter einer Zahlungsmauer liegt oder nur für diejenigen auffindbar ist, die von vornherein sachkundig sind, liefert das Learning Management System den Studierenden genau das Material, das sie benötigen, um die Kursziele zu erreichen.

 

Beispiele virtuellen Lernens aus dem Sommersemester 2020

Kurstitel:
Angewandte Bildstrategien 

Semester:
3 bis 6, Fotografie bei Prof. Heike Ollertz, Campus Hamburg

Aufgabenstellung:
Leben in Zeiten von Corona. Wie verändert sich unser Alltag, unser Miteinander – Stichwort 'social dinstancing', welche sichtbaren Spuren hinterlässt unser „unsichtbarer Feind“? Was macht die Coronakrise mit Euch? Wie sieht Euer Alltag aus? Wie haben sich Eure Gewohnheiten verändert? Seid Ihr gelassen? Habt Ihr Ängste? Oder betrachtet Ihr die Lage als Herausforderung? Was bedeutet es mit einer Pandemie zu leben? Fotografiert Straßenszenen (solange es keine Ausgangssperre gibt), Selbstportraits, inszeniert kleine Geschichten aus Eurem Alltag, dokumentiert die Hilfsbereitschaft in der Nachbarschaft. Achtet auf Notizen, Zettel, Aushänge. Sammelt Überschriften der Printmedien, nehmt Töne auf und Videos, führt Interviews, schreibt Eure Gedanken auf. In diesem Semester möchte ich mit Euch an einer interaktiven Web Page arbeiten, die unsere Situation als Gesellschaft und Euer Empfinden als junge Generation spiegelt. Begebt Euch und andere dabei bitte nicht in Gefahr. Fotografiert zuhause Stillleben, inszeniert Modestrecken als home story, dokumentiert Euren Alltag. Alle Genres sind erwünscht! 

Umsetzung und Kommunikation: WIX; ADOBE CC; MIRO; TEAMS; ZOOM;

Resultate: 
Verfolgen Sie hier die Arbeit der Studierenden auf einem digitalen Miro-Board. 

 

Kurstitel:
EDUCATION 4.0  

Aufgabenstellung:
Digitalisierung ist in aller Munde - doch wie sieht es mit Universitäten und Fachhochschulen aus? Onlinecampus, Smartboards, VR, youtube Kanäle.. irgendwie rockt das noch nicht richtig. 
Findet Ihr, dass die Art wie man an einer Universität oder Fachhochschule studiert noch zeitgemäß ist? Sollten vielleicht Neue Medien viel stärker eingesetzt werden. 
Was draußen in den Agenturen und Firmen schon längst Einzug erhalten hat, nämlich das Zusammenarbeiten in verteilten Teams – ist auch Euer Alltag - Ihr seid den ganzen Tag am chatten, posten, streamen, liken und forwarden – und das mit Freunden auf der halben Welt. Nur das Studieren... tja, das ist doch häufig etwas staubig :-)  
Lasst uns das gemeinsam ändern und Zukunftsvisionen für die Uni der Zukunft entwickeln und prototypisch umsetzen. Wir werden Konzepte für neuartige Vorlesungen und Teamarbeit aber auch die Verbindung von campus live über Standorte hinweg entwickeln und testen! 
Welche Bestandteile eines Studium könnten von einer in VR erlebbaren Umsetzung profitieren? Vorlesungen, Prüfungen, Projekte in denen Ihr mit anderen Zusammenarbeiten, Studentenleben, Kolloquien, Präsentationen oder virtuelle Lernräume in denen ihr Euer Wissen „ablegt“? 
Diese Lehrveranstaltung wird einen Zwilling in Berlin haben – via synchronisierten Smartboards, VR-Kollaboration und Videochat werden wir gemeinsam mit Studenten und Profs aus Berlin arbeiten. 

Resultate:
Hier 
ist die Arbeit der Studierenden auf dem digitalen Miro-Board nachzuverfolgen. 
Auch die Moov-App wurde zur digitalen Lehre genutzt. 

 

Beispiele virtuellen Lernens für das Wintersemester 2020

COIL (Collaborative Online International Learning)

Kurstitel: 
Narrative Storytelling

Semester:
3 bis 6, Campus Berlin in Kooperation mit dem Kurs „Visual Communication Design“ der Hongik University Seoul, Korea

Aufgabenstellung:
In diesem Seminar werden wir mit Studenten und Professor Oliver Griem vom Fach Kommunikationsdesign an der 'Hongik University', Seoul, Südkorea, zusammenarbeiten. Die Studierenden werden Inhalte auf der Grundlage von Tagebüchern/Briefen aus dem Ende des 2. Weltkriegs und/oder dem Koreakrieg entwickeln. 
Hauptquelle für die Entwicklung von Inhalten ist das Buch 'Swansong 1945: Ein kollektives Tagebuch von Hitlers letztem Geburtstag bis zum VE-Tag" von Walter Kempowski, in dem der Autor Hunderte von kurzen Tagebuchauszügen und Briefen von verschiedenen Personen aus dieser Zeit gesammelt hat.   
Das Seminar wird in englischer Sprache abgehalten und es wird eine Mischung aus Online- und Offline-Unterricht geben. Die Schülerinnen und Schüler werden in internationalen Teams zusammenarbeiten, um gemeinsam Erzählprojekte zu realisieren. 
Die Ergebnisse der Projekte können in verschiedenen Formen vorliegen. Es können Animationen, Videos, Spiele, Comic-Strips, Fotoserien, Illustrationsserien, interaktive Webinhalte usw. sein.