10 Studierende der University of Applied Sciences Europe erkunden das Silicon Valley

10 Studierende der University of Applied Sciences Europe erkunden das Silicon Valley und lernen interessante Ansichten von Topfirmen und Gründern zum Innovationsstandort Deutschland

Die Silicon Valley Experience der University of Applied Sciences Europe hat zehn Studierenden aus Iserlohn, Berlin und Hamburg exklusive Einblicke in die Welt der Tech-Industrie gegeben. 

Eine Arbeitswoche im Silicon Valley, Gespräche mit Gründern, Kapitalgebern und Managern, ein Besuch der renommierten Universität von Stanford, Besuche bei Apple, Google und LinkedIn: All das stand auf dem Programm der ersten Silicon Valley Experience der University of Applied Sciences Europe. Zusammen mit Valley-Scout Marc Schmöger und Marketing-Professor Dr. Ebbo Tücking waren zehn Studierende unterschiedlicher Studiengänge und Standorte der privaten Hochschule dabei. 

Ziel war es, von den besten der Tech-Industrie zu lernen und den Gründergeist mit nach Deutschland zu nehmen. Das Silicon Valley südlich von San Francisco ist gekennzeichnet durch eine einzigartige Standortkonzentration der Elektronik, Telekommunikations- sowie Hard- und Software-Industrie. "Wir haben hier mit Menschen gesprochen, die morgens mit der Vision aufstehen, etwas zu verändern und über den Tellerrand hinausblicken - das nehmen wir definitiv als Motivation und Inspiration mit nach Deutschland," sagt Linn Maira Jäpel, die an der University of Applied Sciences Europe in Hamburg studiert. 

Innovation wird im Silicon Valley effizient organisiert. Davon konnten sich die Studierenden bei Plug and Play überzeugen, einem StartUp-Accelerator aus Sunnyvale, gleich um die Ecke von Goolge, Apple und Co. Bei Plug and Play können IT-Talente aus aller Welt über drei Monate hinweg ihre Ideen entwickeln und werden dabei ständig mit Unternehmen zusammengebracht, die als Partner passen könnten. Für die Gründer ist das kostenlos, die Partner-Unternehmen zahlen für die Braut-Schau mindestens sechsstellige Jahresbeiträge, um dabei sein zu dürfen. Ein paar Kilometer weiter, in Paolo Alto, besuchten die Studierenden zudem das „The Lucky Building“. In dem Gebäude wurden mit Google, Paypal und Logitech drei weltbekannte Unternehmen gegründet. Der Vermieter, der heute den beschriebenen Accelerator Plug and Play betreibt, hatte damals Zweifel, ob seine jungen Unternehmensgründer die Miete pünktlich zahlen können. 

Auf dem Campus der renommierten Stanford University traf die Gruppe auf Tim Wheeler, der dort gerade ein PhD-Programm durchläufen und im Bereich des autonomen Fahrens geforscht hat. Er wird im Valley bleiben und kann aus zahlreichen Job-Angeboten wählen. Wheeler zeigt den Besuchern seine Fakultät, das Engineering Quad. Dort steht in einem Schaukasten ein Modell des Google Storage Servers. 1996 entwickelten die Stanford-Studenten Sergey Brin und Larry Page den PageRank-Algorithmus, die Grundlage der 1998 im Valley gegründeten Firma Google. 

“Why working for a StartUp, when you can talk about it,” spotteten Gesprächspartner im weiteren Verlauf der Woche über die deutsche Mentalität, zwar viel zu erkunden, aber wenig in die Tat umzusetzen. Die Sicht auf Deutschland ist dabei aber keineswegs immer negativ. Deutsche Unternehmen, insbesondere zahlreiche Mittelständler, gelten als beispielhaft, wenn es darum geht, firmenintern Innovationen zu erzeugen. Für den Zugriff auf Ideen von außerhalb des eigenen Unternehmens sei in Deutschland vor allem in Berlin bereits eine Kultur vorhanden. 

„Im Silicon Valley versucht man IT-basierte Lösungen für nahezu alle Probleme der Menschheit zu finden: Techniken zum autonomen Fahren, zur alternativen Energieerzeugung oder für die Luft- und Raumfahrt werden hier generiert und marktreif gemacht. Die Menschen im Valley machen das aber nicht nur um die Welt zu retten. Man bekommt hier sehr deutlich zu spüren, dass es sich dabei um knallharte Geschäftsmodelle handelt. Making Money ist das eigentliche Leitmotiv,“ so Professor Dr. Ebbo Tücking, Iserlohner Marketing-Professor, der die Gruppe begleitet hat.

Nicht unwahrscheinlich ist, dass sich aus der Reise der Studierenden konkrete Unternehmensgründungen entwickeln. „In der Gruppe ist ein ausgeprägter Unternehmergeist vorhanden“, sagte Marc Schmöger begeistert. Abends wurden im Hotel Ideen zu Papier gebracht. „Wir wollen gemeinsam an einer Idee weiterarbeiten und wenn es geht, auch umsetzen,“ so Mira Shaline Motiramani, Master-Studentin aus Hamburg, die für ihren Bachelor bereits in den USA gelebt hat. 

„Neben dem Gründergeist ist in der Woche ein echter University of Europe-Spirit entstanden. Wenn wir nun standortübergreifend an einer Gründung arbeiten, dann hätten wir mit unserem Trip ins Silicon Valley wirklich alle erhofften Ziele erreicht,“ so Professor Dr. Tücking. 

Es ist geplant, die Reise ab sofort jährlich anzubieten, um noch mehr unserer Studierenden diese Chance zu ermöglichen, Unternehmerluft par excellence zu schnuppern.