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Patrick Jordan ist unser Absolvent, Dozent für UX/UI Design an der UE und arbeitet als Head of UX Design & Research bei Merck in Darmstadt, dem ältesten Pharmakonzern der Welt.Sein Team entwickeltdort digitale Produkte, die Forschenden die Arbeit im Labor erleichtern und den wissenschaftlichen Fortschritt beschleunigen. Außerdem berät er Start-ups als freiberuflicher Product & Design Experte.

Hallo Patrick, wie würdest du UX/UI Design in einfachen Worten beschreiben – und warum ist es heute so wichtig?

Beim UX/UI Design geht es darum, Menschen zu helfen, z.B. schneller, effizienter, effektiver und sicherer mit Hilfe von digitalen Produkten zu werden. Als Designer arbeiten wir also immer für und mit Menschen. Wir tragen dabei eine große Verantwortung, denn je nach Aufgabe und Projekt sind wir es, die die Zukunft mitgestalten und verändernlass uns nur an Apple, AirBnB, Uber, Spotify und Co. denken und wie diese unser Leben maßgeblich prägen. Besonders wichtig ist es deshalb, dass man als UX/UI Designer empathisch ist und auf die Bedürfnisse anderer eingehen kann, während man seine eigenen zurückstellt.

Wie bist du zu UX/UI Design gekommen? 

Nach meinem Kommunikationsdesign Studium habe ich schnell gemerkt, dass klassisches Grafik Design, Branding, Werbung und Co. nichts für mich ist, da man in diesen Bereichen oft sehr statische Arbeit leistet. Erste Touchpoints mit UX Design und App Entwicklung hatte ich während des ersten Praktikums, damals bei der Agentur Butchershop Creative in San Francisco. Kurz darauf habe ich bei meinem ersten Job in einem Start-Up die Leidenschaft dafür entdeckt, digitale Produkte zu entwickeln und Nutzererfahrungen kontinuierlich datengetrieben zu verbessern. Es motiviert mich, den menschlichen und technischen Fortschritt selbst mitgestalten zu können und den Einfluss, den meine Arbeit hat, sofort im Produkt sehen und sogar messen zu können.

Was macht die Arbeit im UX/UI Design so spannend?

Die vergleichsweise einzigartige Möglichkeit, sich in allen möglichen Industrien und verschiedensten Themenbereichen tiefgehend einarbeiten zu können. Ich selbst war schon in Agenturen, Start-Ups sowie großen Unternehmen und in den verschiedensten Branchen tätig: von Bike-Tech über Versicherungen, Finance, Pharma, Life Science, Health-Tech bis hin zu Medien – die Möglichkeiten sind schier endlos. Außerdem fasziniert mich die enge Zusammenarbeit mit den Nutzer*innen extern und gleichzeitig in den agilen Teams intern. Man hat generell eine sehr steile Lernkurve und kann mit guter Qualität und Leistung vieles bewegen.

Würdest du heute selbst im dualen Studiengang UX/UI Design studieren?

Die Möglichkeit, dual UX und UI zu studieren, ist super! Ich hätte es gemacht, wenn es das damals schon gegeben hätte. Am wichtigsten ist nämlich die praktische Erfahrung – die Uni-Kurse und -Projekte geben einem zwar eine gute Basis, aber erst die Praxis ist der „Real Deal“. Dort lernt man, was wirklich wichtig ist und macht seine eigenen Erfahrungen. Ich habe bereits während des Studiums praktische Erfahrung durch diverse Praktika und Werkstudentenstellen gesammelt und konnte mich mit Hilfe von erfahrenen Mentoren auf die Berufswelt nach dem Studium vorbereiten.

Was macht aus deiner Sicht eine*n gute*n UX/UI Designer*in nach Abschluss des Studiums aus?

Im UX/UI Design braucht man vor allem analytisches Denken, Empathie und gute Kommunikations-Skills. Man sollte die Design-Basics aus dem FF können und den Status Quo immer wieder hinterfragen. Für einen gelungenen Berufseinstieg sollten Studierende zudem bereits praktische Erfahrung haben und ein starkes, konzeptionelles Portfolio vorlegen können. Gerade deshalb bietet sich ein duales Studium hervorragend an, um relevante praktische Erfahrung und echte Projektreferenzen vorweisen zu können.

Lieber Patrick, vielen Dank für das spannende Interview!

 

09.06.2022 | By Anni Stokes | Category: Students