Film + Motion Design-Student gewinnt Preis für neuartiges Modell vom Mond

Berlin, 22. Januar 2018. Ob Blutmond, Supermond oder Blue Moon – nicht nur Sternengucker sind von solchen Naturphänomenen fasziniert. Um ein weiteres Geheimnis des Mondes zu lüften, hat Bachelorabsolvent Johannes Dittmann von der University of Applied Sciences Europe eine spannende Frage gelöst: Wie sieht der Mond wirklich aus? Mit aktuellen Messdaten von der NASA entwickelte er ein neuartiges Mondmodell, das zum ersten Mal eine genaue Abbildung ermöglicht. Für dieses Projekt erhielt der Film + Motion Design Student nun den Preis vom Institut für gestalterisches Forschen (IF), der mit 1.000 Euro dotiert ist.

In Johannes Dittmanns Projekt "Neumond" wird mit gestalterischer Kompetenz eine naturwissenschaftliche Frage gelöst: Für sein Bachelorprojekt hat er mit Daten, die ihm die NASA zur Verfügung gestellt hat, ein neuartiges Mondmodell entwickelt. Dank aktueller und sehr feiner Messdaten ist es zum ersten Mal möglich, eine genaue Abbildung des Mondes zu erstellen. Dieses Modell wird nun im 3D-Druck-Verfahren an der Technischen Universität Berlin für die NASA fertiggestellt. Zudem setzte sich Johannes Dittmann in einer theoretischen Studie mit der Mondkartierung seit den 1960er Jahren auseinander und ein Animationsfilm über die Fertigung seines neuartigen Mondmodells entstand. Für dieses Projekt wurde Dittmann, der an der University of Applied Sciences Europe Film + Motion Design studiert hat und im Herbst 2017 mit Bestnote abschloss, nun mit dem Studierenden-Preis des Institutes für gestalterisches Forschen (IF) ausgezeichnet. Der jährliche Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wurde nun zum zweiten Mal vergeben.

Preisgekrönt: gestalterische Kompetenz und wissenschaftliche Neugier

Der Titel "Neumond" ist wörtlich zu nehmen: Johannes Dittmann fand eine Möglichkeit, hochpräzise NASA-Daten der aktuellen Mondvermessung in ein neuartiges Modell umzusetzen. In Neumond treffen gestalterische Kompetenz und wissenschaftliche Neugier aufeinander. Prof. Dr. habil. Stephan Günzel, Leiter des IF, begründet die Preisvergabe: „Das Projekt zeigt in geradezu idealer Weise, was gestalterisches Forschen sein kann: Theoretische Reflexion in einer schriftlichen Arbeit zur Geschichte der Mondkartierungen seit den 1960er Jahren, ein Animationsfilm zur Dokumentation, wie ein zeitgenössisches Mondmodell funktionieren kann, und schließlich die praktische Umsetzung des Modells führen zu einem Erkenntnisgewinn, der deutlich über sein eigenes Fach hinausweist.“ Prof. Dr. Mirjam Goller, Stellvertretende Leiterin des IF, ergänzt: „Wir sind natürlich sehr stolz darauf, eine solche Arbeit an der Hochschule und im IF auszeichnen zu können. Forschung ist ja immer ein Experiment und ein Blick in mögliche andere Welten. Das macht uns Laune – und anderen Studierenden hoffentlich Lust, Ähnliches zu versuchen.“

„Ich freue mich sehr über die Ehrung durch das IF, dessen Forschungsschwerpunkte mich sehr interessieren“, sagt Johannes Dittmann und führt aus: „Ästhetisch und inhaltlich war das Projekt im Grunde ein Glücksfall. Der Archetyp Mond mit seiner bleibenden Aktualität und der minimalistischen Erscheinungsform waren eine Steilvorlage, die es lediglich noch ins Ziel zu bringen galt."