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Wie wichtig sind Soft Skills? – Part 1

Für einen Job musst du bestimmte Kompetenzen mitbringen.
Recruiter achten stark auf Hard Skills wie Hochschulabschluss und Berufserfahrungen. Zunehmend werden Bewerber allerdings auch anhand ihrer Soft Skills beurteilt. Aber was genau sind Soft Skills und wie kannst du diese trainieren?
In diesem Beitrag führen wir dich in das Thema „Soft Skills“ ein und erklären dir, wie du sie erlangen und trainieren kannst.

Was genau sind Soft Skills?

Soft Skills betreffen eher Charaktereigenschaften und gehen über Fertigkeiten, welche du dir während des Studiums, der Ausbildung und im Beruf angeeignet hast, hinaus. Typische Soft Skills sind Engagement, Selbstreflexion, Empathie, Kritikfähigkeit sowie Zeitmanagement und analytische Fähigkeiten.
Die „weichen Fertigkeiten“ lassen sich in drei Gruppen gliedern: persönliche, soziale und methodische Kompetenzen.

Selbstvertrauen und Selbstdisziplin gehören zu den persönlichen Kompetenzen. Das sind Eigenschaften, die deinen Arbeitsalltag stark beeinflussen.
Die sozialen Kompetenzen verdeutlichen, wie du mit deinen Mitmenschen interagierst und umgehst. Teamfähigkeit, Menschenkenntnis sowie Einfühlungsvermögen fallen in diese Kategorie.
Bei den methodischen Kompetenzen dreht es sich um Methoden und Techniken. Zum Beispiel, wie du mit neuen Medien umgehst oder wie du dir Präsentationstechniken aneignest.

Die einzelnen Kompetenzgruppen greifen ineinander über und unterstützen sich gegenseitig. Trainierst du zum Beispiel deine Ausdrucksstärke oder dein Selbstvertrauen, so wird es dir in Zukunft leichter fallen, wenn du vor einer Gruppe sprechen musst.

Wofür brauchst du Soft Skills?

Heute achten Personaler zunehmend auf die außerfachlichen Qualifikationen. Viele Bewerber können die selben oder ähnliche Hard Skills in ihrem Lebenslauf vorweisen. Mit den weichen Fähigkeiten lässt sich herausstellen, wer für die Position geeignet ist.
Dadurch wirst du im persönlichem Gespräch mit speziellen Fragen konfrontiert und mit Situationssimulationen getestet, um deine Reaktion bewerten zu können.

Soft Skills trainieren und aneignen

Das Schwierige beim Erlernen und Trainieren von Soft Skills ist, dass du an deiner Persönlichkeit arbeiten musst. Deine Schwächen in Stärken umzuwandeln, benötigt Zeit und ist ein intensiver Prozess.
Einige Fähigkeiten besitzt du bereits ausgeprägter als andere und benötigst darin eher wenig Übung. Dafür wirst du in anderen Dingen vor Herausforderungen stehen.

Damit du deine Soft Skills trainieren kannst, musst du wissen, welche du bereits besitzt und welche davon ausgeprägter sind als andere. Beschäftige dich intensiv mit dir selbst, analysiere dein Verhalten.
Vielleicht besitzt du einige Fähigkeiten, die dir noch gar nicht bewusst waren. Sei kritisch und ehrlich mit dir selbst.
Wer eine wirklich detaillierte Analyse haben möchte, der sollte auf eine von Experten angeleitete Potenzialanalyse zurückgreifen. Diese kostet in den meisten Fällen jedoch Geld. Hier findest du eine kostenlose vereinfachte Online-Version einer Potenzialanalyse.

Bereits mit Büchern und Videos kannst du dir theoretische Grundlagen im Bereich der methodischen Kompetenz aneignen. Weitere Optionen sind Workshops, Seminare und Fortbildungen. Dabei können dir Experten persönlich helfen, dich unterstützen und dir wichtige Tipps geben.
Wenn du alleine nicht weiter weißt und dich in Gruppenveranstaltungen unwohl fühlst, dann solltest du ein individuelles Coaching in Betracht ziehen. Der Trainer kann sich dabei voll und ganz auf deine Stärken und Schwächen einstellen.
Bei Fehlern kann dir dein Coach sofort Feedback geben und dir Verbesserungsvorschläge machen.

Alles Üben der Welt bringt aber nichts, wenn du nicht an der Sache dranbleibst.
Wichtig ist, deine Soft Skills so oft wie möglich zu trainieren. Egal, ob zu Hause, auf der Arbeit oder wenn du mit Freunden unterwegs bist. Das regelmäßige Training hilft dir auch, dich an neue Umstände anzupassen und neue Gewohnheiten auszubilden.
Beobachte deine Fortschritte und achte darauf, wie deine Umgebung und deine Bekannten auf die Veränderungen reagieren. Nutze ihr Feedback, um weiter an dir zu arbeiten. Überstürze jedoch nichts, indem du versucht, an zu vielen Soft Skills auf einmal zu arbeiten. Konzentriere dich vorerst auf eine Sache, bis du erste Erfolge sieht und steigere dich dann langsam.

Soft Skills sind nicht schnell und einfach zu erlernen. Sie fordern von dir eine intensive Auseinandersetzung mit dir selbst. Deine Persönlichkeit ist ein komplexes Gebiet. Nimm den Prozess ernst und setze dich präzise mit dir selbst auseinander, dann werden sich auch bald erste Erfolge einstellen.

Soft Skills im Beruf und im Privatleben

In unserem nächsten Beitrag betrachten wir den positiven Effekt von Soft Skills in deinem beruflichen und privaten Leben. Wobei helfen dir welche Fähigkeiten im Job und wie kannst du sie privat nutzen?
Am Freitag, den 18. Januar 2019, erscheint der zweite Teil zu unserem Soft Skills-Beitrag.

 

Von |2019-01-23T12:02:01+02:00Januar 11th, 2019|Absolventen, Berufseinstieg, Schüler, Studienwahl, Studierende|