Wie man Prüfungsangst überwindet?

Eine Klausur steht bevor und du bekommst einen flauen Magen, schwitzige Hände oder kannst die Nächte vorher nur schlecht schlafen? Das ist völlig normal. Aufregung gehört vor Prüfungen dazu. Dies stellt sich erst dann als Problem heraus, wenn du vor Prüfungen mit einem so genannten „Blackout“ zu kämpfen hast. Wenn dich deine Angst handlungsunfähig macht und du das Gelernte nicht zufriedenstellend Abrufen kannst, hilft es den Begriff „Prüfungsangst zu verstehen und nach möglichen Lösungen zu suchen. Denn diese Angst lässt sich überwinden, sodass einem entspannten Teilnehmen an der nächsten Klausur nichts mehr im Wege steht. 

Was ist Prüfungsangst? 

Wenn aus einer gesunden Nervosität regelrecht Angst vor der nächsten Prüfung entsteht, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Prüfungsangst. Hierbei ist es hilfreich zu verstehen, wie es überhaupt erst zu Prüfungsangst kommt. Denn meistens hast du gar keine Angst vor der Prüfung an sich, sondern viel mehr vor den negativen Folgen, die du dir hinsichtlich Karriere und Privatleben ausmahlst. 

Prüfungsangst ist fest in uns verankert und wird oft durch Erfahrungen aus unserer Kindheit beeinflusst. Haben deine Eltern dich zum Beispiel als Kind sehr gefordert,  beeinflusst dich das meist auch noch im Erwachsenenleben. Wir behandeln uns selbst nun so, wie wir es gelernt haben. Angst vor Misserfolg und der damit verbundenen Blamage führt dazu, dass wir uns selbst unter Druck setzen. 

Wo beginnt Prüfungsangst? 

Dies wirft die Frage auf, ob diese Stresssituation, die jährlich tausende Studierende betrifft, durch einen von der Gesellschaft erschaffenen Erfolgsdruck motiviert wird. Ein streben nach Perfektionismus und der damit verbundene Druck oder zu hohe Selbstansprüche können hier Folgen der allgemeinen Erwartungshaltung sein. Das Studium soll möglichst in der Regelstudienzeit erfüllt werden. Man hat bereits eine Prüfung nicht bestanden und darf bloß kein weiteres Mal durchfallen. Diese Gedanken sind sicher schon dem ein oder anderen Studierenden durch den Kopf gegangen. Die Angst zu versagen, ob in den Augen anderer oder für einen selbst, ist groß.

Interessant ist es, festzustellen, dass dieser Erfolgsdruck von außen entsteht, angelernt und weitergegeben wird. Wir setzen das um, was wir von Zuhause oder in Schulsituationen gelernt haben. Jedoch können wir, sobald wir die Herkunft dieses Problems verstehen, auch positiv gegen an arbeiten. Wir können wieder Herr unseres Selbst werden und diese Einstellung Freunden und Familie mit auf den Weg geben. Wenn wir nicht nur uns selbst, sondern auch anderen versichern, dass eine nicht-bestandene Prüfung kein Weltuntergang ist, wirken wir den allgemeinen Ängsten entgegen. 

Was hilft dabei Prüfungsangst zu überwinden?

Eine gewisse Aufregung vor den meisten Prüfungen ist ganz normal. Das lässt sich auch nicht völlig vermeiden. Du kannst jedoch lernen, dies zu akzeptieren und damit umzugehen. Ein paar einfache Atem- und Beruhigungstechniken können dir dabei helfen, die Angstsituation zu minimieren und mit einem besseren Gefühl in deine Prüfungen zu gehen. Wichtig ist es, die negativen Gedanken, Anspannung und Angst vor dem Versagen abzubauen und dein Selbstbewusstsein wieder aufzubauen. Du musst dir selbst vertrauen, damit du dich in einer Prüfungssituation wohlfühlen kannst. 

Es hilft, wenn du dir vor der Klausur Zeit nimmst und versuchst, dir ein positives Ergebnis auszumahlen anstatt an ein mögliches Versagen zu denken. Versuche dich von negativen Erinnerungen frei zu machen. Es ist völlig in Ordnung, ein gutes Ergebnis anzustreben. Sei aber nicht zu streng mit dir, falls deine Klausurleistung am Ende nicht deinen Vorstellungen entspricht. Je weniger Druck du dir selbst machst und je mehr du in deine Fähigkeiten vertraust, umso besser wird dein Ergebnis am Ende ausfallen. 

Du kannst Prüfungsstress vorbeugen, indem du rechtzeitig mit dem Lernen beginnst, dir den Lernstoff einteilst und ein gesundes Lernumfeld aufrecht erhältst. Indem du dir Pausen nimmst, genug schläfst und dich nicht unter Druck setzt, bist du optimal auf die kommende Klausur vorbereitet. 

Während der Prüfung hilft es, mit den leichtesten Aufgaben zu beginnen. So siehst du, dass du bereits Gelerntes anwenden kannst und beginnst mit einem Erfolgserlebnis. Wenn du dich jedoch in einer Gedankenspirale befindest und anfängst, dir Sorgen zu machen, dann halte dich selbst dazu an, gedanklich einen Stopp einzulegen. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es viele Techniken und Tricks gibt, die du in deinem Alltag nutzen kannst, um ruhig bei der Sache zu bleiben, dich auf die Prüfung zu fokussieren und dich nicht in deiner Angst zu verlieren. Erinnere dich daran, dass du die Entscheidung triffst, ob du dich von dieser Angst kontrollieren lässt oder nicht. Baue so gut wie möglich selbst ausgeübten Druck wieder ab. Es ist völlig in Ordnung, Fehler zu machen oder einen zweiten und dritten Anlauf zu benötigen. Denn eine nicht bestandene Prüfung definiert deinen Selbstwert nicht. Sei stolz auf deine Leistungen und achte darauf, dass es dir selbst gut geht, dann bist du für jede kommende Stresssituation gewappnet. 

Von |2020-02-12T14:33:45+02:00Februar 12th, 2020|Abitipps, Berufseinstieg, Job-Archiv, Karrieretipps, Schüler, Studierende|