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Was für Lerntechniken gibt es und welche passt zu mir? Part 1

Die Schulzeit neigt sich dem Ende zu und der Beginn deines Studiums rückt immer näher.
Möchtest du dir zum Studienstart neue Lernziele setzten? Mit den für dich passenden Lerntechniken kannst du voll durchstarten und dein Studium meistern. Eine Auswahl an Lerntechniken stellen wir dir im Folgenden vor.

Struktur und Ordnung

Damit du mit dem Arbeiten sauber starten kannst, musst du zuerst Ordnung und Struktur in deinen Lernstoff bringen. Du schreibst am liebsten alles in einen Block? Dann kann leicht Chaos entstehen.
Sortiere daher deine Unterlagen regelmäßig und hefte sie nach den einzelnen Fächern ab, damit du mit dem Material nicht durcheinander kommst. Dadurch schaffst du dir eine gute Grundlage und Übersicht für deine Lernphasen.

Verstehst du deinen Lernstoff?

Du sitzt ratlos vor deinem Material und hast keine Idee, worum es geht? Das ist kein guter Anfang. So banal, wie es klingt, aber ein Verständnis für deinen Lernstoff aufzubauen und zu entwickeln, ist eine wichtige Lerntechnik.
Wenn du die von Dozenten oder Lehrern vorgegebenen Inhalte nicht verstehst, dann suche dir Rat bei deinen Kommilitonen oder Klassenkameraden und lass dir von ihnen das Thema erklären.
Auch Online und in Büchern kannst du dir zusätzliches Material finden, welches dir hilft, einen Überblick zu bekommen. Wenn du ein Grundverständnis aufgebaut hast, dann gib dein Wissen in eigenen Worten wieder. Das eigenständige Formulieren hilft dir, die Informationen besser abzuspeichern und in den Prüfungen leichter wieder aufzurufen.

Um deine Kenntnisse zu einem Thema zu erweitern oder Zusammenhänge besser zu verstehen, kann dir das Mind-Mapping eine gute Hilfe sein. Dabei sprichst du dein visuelles Gedächtnis an und kannst in einer Prüfung die Mindmap gedanklich aufrufen. Schritt für Schritt visualisierst du die Zusammenhänge und kannst zusätzliche Informationen aus deinem Gedächtnis abrufen.
Mittels beispielsweise farbiger Komponenten kannst du die einzelnen Bereiche deiner Unterlagen aufteilen. Dadurch assoziierst du ein Thema mit einer bestimmten Farbe und dir fallen die Unterpunkte, welche du jeweils verzeichnet hast, wieder ein.

Werde zum Baumeister deiner Gedanken

Was wären wir ohne Eselsbrücken? Eine weitere Lerntechnik ist die „Mnemotechnik“.
Der Begriff kommt aus dem griechischen und bedeutet so viel wie „Gedächtniskunst“. Bei der dieser Arbeitsweise benutzt du Merkhilfen, wie Eselbrücken, Reime und Merksätze, um dein Gedächtnis aktiv zu schulen.
Eine ähnliche Technik ist die ABC-Methode, bei der du die zu lernenden Begriffe mit Bildern verbindest und diese an die Buchstaben des Alphabetes koppelst. Diese Methode ist besonders hilfreich, wenn du Vokabeln lernen musst.
Ein Beispiel dazu.
Du lernst das französische Wort für „Studium“ was „étude“ bedeutet. Bei der ABC-Methode stellst du dir zum Beispiel das Logo deiner Uni vor, da du es mit deinem Studium verbindest. Beim Buchstaben E taucht also in deinen Gedanken das Unilogo auf und du erinnerst dich an den Begriff in der Fremdsprache.

Eine andere Lerntechnik, bei der du geistige Verknüpfungen erstellst, ist die Loci-Methode. Bei der Loci-Methode geht es darum, dass du gedanklich einen bekannten Weg entlangläufst. Auf diesem positionierst du die Informationen, welche du lernen möchtest.
Zum Beispiel stellst du dir deinen Weg zur Uni vor. An der Haustür platzierst du in Gedanken deine erste Information und gehst immer weiter. An der Kreuzung folgt die nächste und dann an der Bushaltestelle und immer weiter, bis du an der Uni angekommen bist.
Wenn du dieses Wissen benötigst, gehst du in deinen Gedanken den Weg zu deiner Hochschule entlang und rufst die einzelnen Infos auf, die du dort zuvor platziert hast. Diese Technik benötigt jedoch etwas Übung, da du nicht von jetzt auf gleich alles Wissen wieder abrufen kannst. Fange daher klein an und markiere dir für den Anfang nur ein paar Informationen.

Ähnlich der Loci-Methode ist der Gedächtnispalast. Dieses Mal platzierst du deine Infos jedoch in einem Palast oder Haus. Du baust sozusagen das Gebäude mit deinem zu lernenden Stoff auf.
Das Fundament ist mit dem Oberthema gleichzusetzen. Wände und Säulen sind die Inhalte, die du lernen musst. Das Dach dient dir für zusätzliche Infos und Details.
Der Sinn von allen vier Methoden ist, dass du dir ein Bild aufbaust, mit dem du deinen Lernstoff assoziieren kannst.

Lernen für Unterwegs

Nicht immer hast du Zeit, dich zu Hause in Ruhe hinzusetzen und mit deinen Unterlagen zu lernen. Mit zwei simplen Lerntechniken kannst du auch unterwegs in Bus und Bahn lernen.
Die erste Methode kennst und benutzt du bestimmt schon. Karteikarten sind dein optimaler Wegbegleiter. Sie sind klein, handlich und ideal für Hosen- oder Handtasche.
Mit den Karteikarten schlägst du sogar zwei Fliegen mit einer Klappe. Bei der Anfertigung setzt du dich intensiv mit deinem Lernmaterial auseinander und verfasst dir stichpunktartige Notizen für die Karten. Im späteren Gebrauch sind sie super fürs Wiederholen und unterstützen so dein Langzeitgedächtnis.
Die zweite Variante sind Podcasts. Im Internet findest du zahlreiche Podcasts zu unterschiedlichen Themen. Wenn dein Lernstoff nicht dabei ist, dann erstelle dir deinen eigenen Podcast. Mit deinem Handy kannst du dir selber Sprachmemos von deinen Unterlagen erstellen.

 

Es gibt noch viele weitere Lerntechniken, die dir dabei helfen können, Lerninhalte langfristig in deinem Gedächtnis zu speichern. Ein Grundverständnis ist der erste Schritt zum erfolgreichen Lernen. Darauf kannst du mit weiteren Methoden aufbauen und dir ganze Gedankenpaläste kreieren.
Welche Lerntechnik wirst du als nächstes ausprobieren?

Als Studierender der University of Applied Sciences Europe stellen wir dir verschiedene Optionen zu Verfügung, um dich optimal beim Lernen zu unterstützen. Dazu gehört z.B. der Online-Katalog der Bibliothek, in dem du als Studierender Literatur zu den Themen Lernen und wissenschaftliches Arbeiten findest. Zudem kannst du in unseren Bibliothek vor Haus- und Abschlussarbeiten Beratungstermine zu den genannten Themen buchen.

Welcher Lerntyp bist du?

In unserem zweiten Part von „Was für Lerntechniken gibt es und welche passt zu mir?“ gehen wir auf die unterschiedlichen Lerntypen ein.
Wir erklären dir, welche es gibt und welche Lerntechniken am besten zu welchem Charakter passen. Wenn du herausfinden möchstest, welcher Lerntyp du bist und welche Lerntechniken am besten zu dir passen, dann verpass nicht unseren nächsten Beitrag, der am Freitag, den 17. Mai 2019, erscheint.

Von |2019-07-22T15:34:26+02:00Mai 3rd, 2019|Abitipps, Schüler, Studienwahl, Studierende|