>, Berufseinstieg, Karrieretipps, Schüler, Studienwahl, Studierende>Den perfekten Lebenslauf schreiben: So erzählst du deine Geschichte

Den perfekten Lebenslauf schreiben: So erzählst du deine Geschichte

Die erste Bewerbung kann für Schüler*innen und Studierende eine Herausforderung sein. Mit diesen fünf Tipps gelingt der perfekte Lebenslauf mit links.

Herausstechen und überzeugen – das sollte ein Lebenslauf auf jeden Fall können. Ist er in Bewerbungen für Studienplätze, Praktika oder Arbeitsstellen gefragt, muss er schlüssig erklären, warum man selbst perfekt zum ausgeschriebenen Posten passt. Wie genau das am besten funktioniert, ist vielen Abiturient*innen und Studienanfänger*innen ein Rätsel. Wer allerdings diese fünf Tipps beherzigt, ist auf dem besten Weg zum optimalen CV.

Obwohl in jeder Branche eigene Regeln gelten, gibt es einige Kriterien, die in allen Bereichen von Bedeutung sind. Grundsätzlich ist es wichtig, sich noch vor dem Schreiben mit den eigenen Stationen und Zielen auseinanderzusetzen.

1. Das Wichtigste zuerst

Lebenslauf für Bewerbungen

Foto: Unsplash/Andrew Neel

Beim Schreiben gehen Bewerber*innen häufig davon aus, dass ihr Lebenslauf immer in seiner Gesamtheit oder sogar im Kontext eines Motivationsschreibens betrachtet wird. Leider ist dies oft nicht der Fall. Aus Zeitgründen werden viele Bewerbungen nur überflogen. Gute Chancen hat, wer das im Aufbau berücksichtigt.

An erster Stelle stehen die Informationen, die für die gewünschte Stelle am relevantesten sind, der höchste Abschluss und die prägendsten Erfahrungen. Danach schildert man andere Stationen antichronologisch, also vom jüngsten Ereignis bis zum ältesten. Hier hilft die Überlegung: Was interessiert die Leser*innen am meisten? So betont man in Hochschulbewerbungen Aspekte, die Interesse, Motivation und Qualifikationen zeigen und für potentielle Arbeitgeber*innen schon eher die praktischen Fähigkeiten.

2. Was hast du wirklich erreicht?

Den perfekten Lebenslauf schreiben

Foto: Unsplash/Saulo Mohana

Hier kommt ein besonderer Tipp vom Google-Personalchef: Im Interview mit der New York Times erklärte Laszlo Bock, der häufigste Fehler bestünde darin, dass Bewerber*innen ihre Erfolge nicht richtig schildern.

Die meisten Menschen formulierten im Lebenslauf so: “Schrieb Editorials für die New York Times.” Der Schlüssel liege aber darin, die eigene Leistung in Bezug zu setzen:

“Ich habe X erreicht, im Vergleich zu Y, indem ich Z getan habe.”

Oder wie im Beispiel: “50 meiner Meinungsartikel wurden veröffentlicht, im Vergleich zu den durchschnittlichen sechs der meisten Autoren. Grund dafür war, dass ich drei Jahre lang tiefe Einblicke in die folgenden Bereiche bot.” So ist auch für Leser außerhalb der betreffenden Branche ersichtlich, wie viel du in deinem Verein, deiner Schule oder deiner Arbeitsstelle geleistet hast.

3. Fass dich kurz!

Lebenslauf für Unibewerbungen schreiben

Foto: Unsplash/Bench Accounting

Auch wenn man den Satz kaum mehr hören kann: Weniger ist auch in diesem Fall mehr. Während manche Mühe haben, mit ihrem Lebenslauf eine Seite zu füllen, könnten andere davon mehrere anfertigen. Gut finden das die meisten Recruiter*innen allerdings nicht. Besser ist es, nur die Highlights des eigenen Lebenslaufs zu nennen. Auch im Bereich der Stärken, weiterführenden Fähigkeiten und Interessen gilt es, zu filtern: Was ist für meine Bewerbung wirklich wichtig? Möchte man Teamfähigkeit demonstrieren, ist die Nennung einer Vereinsmitgliedschaft sinnvoll. Dass man sich besonders für Briefmarken begeistert, ist für ein BWL-Studium wohl weniger entscheidend.

Außerdem: Vor nicht allzu langer Zeit war es noch üblich, im Lebenslauf die Namen der Eltern und deren Berufe zu nennen. Dies wird nicht länger gefordert und sollte deshalb unterlassen werden. Ein Lichtbild dagegen ist zwar ebenso nicht mehr verpflichtend, wird aber Umfragen zufolge immer noch positiv gewertet.

4. Sei selbstbewusst

Stärken im Lebenslauf betonen

Foto: Unsplash/Kelly Sikkema

Für manche mag es ungewohnt sein, doch in Bewerbungen punktet, wer die eigenen Stärken ohne Scheu zur Geltung bringt. Das bedeutet nicht, dass übertriebene Prahlerei oder gar Flunkereien empfehlenswert sind (das sind sie nicht!). Wer den Leser allerdings beim Erkennen der geschilderten Vorzüge unterstützen möchte, kann diese zum Beispiel in einem separaten Reiter zusammenfassen.

In diesem Punkt ist es nicht verwerflich, sich zu wiederholen. Zum einen sollten gerade diese Eigenschaften in Erinnerung bleiben und zum anderen handelt es sich um eine Praxis, die Personalleiter*innen längst gewohnt sind.

5. Soft Skills im Lebenslauf betonen

Soft Skills im CV

Foto: Unsplash/Alexis Brown

Qualifiziert zu sein, ist nur die halbe Miete. Selbst wer akademisch hervorragend abschneidet, muss für berufliche Erfolge eine Reihe an Fähigkeiten mitbringen, die im traditionellen Schulsystem kaum vermittelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Eigenverantwortung, Selbstreflexion, Kommunikationsfähigkeit, Stressresistenz, Zeitmanagement und viele mehr. Welche davon du bereits mitbringst, solltest du unbedingt erwähnen. Noch besser ist es, deine Soft Skills anhand von konkreten Beispielen zu belegen, wie etwa: “Im Zeitmanagement bin ich geübt, weil ich bereits während der Schulzeit einen Nebenjob hatte und meine Schichtzeiten zusätzlich unterbringen musste.”

Trotz alledem gilt: Deine erste Bewerbung und auch dein erster Lebenslauf müssen nicht perfekt sein. Bei den ersten Schritten ins Studium oder ins Berufsleben ist es wichtig, dich einfach aufs Glatteis zu wagen und dir selbst etwas zuzutrauen. Denn nur wer sich überwindet, kann auf eine Zusage hoffen. Mit diesen Tipps steht einer überzeugenden Bewerbung nichts mehr im Weg.

Stepstone – Hier findest du weiterführende Tipps und kommentierte Beispiel-CVs.
Karrierebibel – Hier gibt es Mustervorlagen, die du für deinen Lebenslauf nutzen kannst.
Hesse/Schrade: Training Lebenslauf – Und hier ein passendes Buch zum Thema.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei deiner Bewerbung!

Von | 2017-07-28T14:40:15+00:00 Juli 28th, 2017|Absolventen, Berufseinstieg, Karrieretipps, Schüler, Studienwahl, Studierende|