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Arbeit als Freelancer: Wie bereitet man sich auf Kundengespräche vor? Part 1

Steht dir ein Treffen mit deinem ersten potenziellen Kunden bevor?
Bist du dir unsicher, wie du dich am besten auf das Kundengespräch vorbereiten kannst? Dann bist du hier genau richtig! In unserem heutigen Artikel geben wir dir ein paar Tipps, wie du dich auf Kundengespräche vorbereiten kannst.

Ziele setzen und sich informieren

Vorbereitung ist das A und O, wenn bei dir ein Kundengespräch ansteht. Zuerst solltest du dir klarmachen, welches Ziel du bei dem Treffen verfolgst. Ist es ein erstes Kennenlernen oder bereits ein Verkaufsgespräch, bei dem du am Ende einen Auftrag erhältst? Je nach Art des Kundengespräches musst du dich anders vorbereiten und auftreten.
Beim Informationsgespräch geht es darum, dass sich beide Seiten ein Bild voneinander machen können. Dabei solltest du vorwiegend eine Bindung zum potenziellen Klienten herstellen und eine Vertrauensebene aufbauen.
Das Verkaufsgespräch wiederum zielt darauf ab, dass du und nicht ein Konkurrent den Vertrag bekommst. Hier heißt es also, aktiv deine Vorteile und Erfahrungen zur Geltung zu bringen und zu verdeutlichen, warum du die beste Wahl bist.

Neben der Festlegung deines Ziels solltest du dich über das Unternehmen und deren Produkte informieren. Wie bei einem Bewerbungsgespräch möchtest du nicht ohne Hintergrundinformationen bei dem Termin auftreten. Sich auf ein Kundengespräch, vor allem mit einem potenziellen Kunden, vorzubereiten, ist eine sinnvolle Sache. Aber warum sich überhaupt die Mühe machen? Die Gesprächsvorbereitung hat dabei so manche Vor- und Nachteile. Fangen wir zuerst mit den negativen Punkten an.

Nachteile der Gesprächsvorbereitung

Das Offensichtliche an der Vorbereitung ist, dass sie dich Zeit kostet und du einen gewissen Einsatz in die Planung investieren musst. Von nichts kommt nichts. Du musst über deinen potenziellen Klienten Recherchen anstellen und dir ein erstes Bild von ihm machen.

Der zweite negative Aspekt ist, dass du nicht nur Zeit und Energie dafür aufwendest, sondern dir auch nicht zu hundert Prozent sicher sein kannst, dass du mit einem Auftrag nach Hause gehen wirst. Vielleicht hat das Unternehmen mehrere Anfragen versendet und entscheidet nach den Gesprächen, für welchen Freelancer sie sich entscheiden.
Sollte der Auftrag nicht an dich gehen, hattest du völlig umsonst einen Arbeitsaufwand.

Ein anderer Punkt,  ist, dass du dich krampfhaft auf deinen Ablauf und die aufgeführten Punkte konzentrierst. Dies lässt dir wenig Spielraum für Spontanität und kann sogar deine Authentizität gefährden. Also solltest du trotz ordentlicher Vorbereitung ein gewisses Maß an Flexibilität zeigen.
Jedoch lassen sich diese Nachteile durchaus mit den Vorteilen kompensieren.

Nutzen der Vorbereitung

Nichts geht über eine gründliche Vorbereitung. Ja, du musst Zeit und Energie in die Recherche stecken, aber im Nachhinein zahlt sich diese Investition aus. Kenne deinen Kunden! Je besser du vorbereitet bist, desto überzeugender wirkst du im Kundengespräch.
Deine Recherche und die gesammelten Hintergrundinfos verleihen dir Selbstbewusstsein. Deine Sicherheit strahlst du während des Gesprächs beim Klienten aus. Du wirkst professionell, vorbereitet und überzeugst mit deinem Auftreten.
Dadurch punktest du bei deinem potenziellen Kunden. Bereits solche Kleinigkeiten, wie deine Ausstrahlung, können die Auftragsvergabe für dich entscheiden.

Ein weiterer Punkt ist, dass du mit den Informationen eine schnellere Beziehung zu dem Auftraggeber aufbauen kannst. Du weißt, worüber gesprochen wird und kannst mit detaillierten Angaben glänzen. Deine intensive Einarbeitung in das Thema zeigen dem Kunden, dass du an dem Auftrag wirklich interessiert bist und du mit vollem Einsatz hinter ihm stehst. Deine Wertschätzung und dein Engagement wirken sich ebenfalls positiv auf das Vertrauensverhältnis und die Auftragslage aus.

Ein weiterer Vorteil von einer gründlichen Recherche und Vorbereitung ist, dass du und dein potenzieller Auftraggeber effizient im Gespräch vorangehen könnt. Es bedarf keine großen Erklärungen, da du dich bereits im Voraus mit der Problemstellung befasst hast. Ihr könnt euch auf die wichtigen Punkte konzentrieren.

 

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der erste Schritt für die Vorbereitung eines Kundengespräches die ordentliche Planung und Recherche ist. Je besser du deinen potenziellen Klienten, dessen Unternehmen sowie Produkte und Dienstleistungen kennst, desto wahrscheinlicher ist es, dass du einen positiven Eindruck beim Kundengespräch hinterlässt und den Auftrag an Land ziehst. Deine sorgfältige Vorbereitung und die investierte Zeit zahlen sich in den meisten Fällen zu deinem Vorteil aus. Je nach Gesprächsart hast du andere Ziele vor Augen und wirst dementsprechend anders kommunizieren.

Arbeit als Freelancer: Wie bereitet man sich auf Kundengespräche vor? Part 2

Im ersten Artikel von „Arbeit als Freelancer: Wie bereitet man sich auf Kundengespräche vor?“ sind wir auf den wichtigen Faktor der Gesprächsvorbereitung eingegangen. Neben der Recherche beeinflussen aber noch weitere Kriterien deinen Erfolg bei einem Kundengespräch.
In unserem nächsten Beitrag geben wir dir ein paar Tipps, wie du professionell und souverän ins Kundengespräch starten kannst. Verpass‘ also nicht unseren nächsten Artikel der „Arbeit als Freelancer“ – Reihe am Freitag, den 15. November 2019!

 

Von |2019-09-18T10:51:26+01:00November 1st, 2019|Absolventen, Berufseinstieg, Karrieretipps, Studierende|