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Arbeit als Freelancer: Wie bereitet man sich auf Kundengespräche vor? Part 2

Das erste Kundengespräch kann ganz schön nervenaufreibend sein.
Trotz guter Vorbereitung bist du möglicherweise sehr nervös. Dies möchtest du deinem potenziellen Klienten jedoch nicht zeigen. Heute geben wir dir ein paar Tipps, wie du trotz Aufregung und Erfolgsdruck professionell und souverän in die Gespräche startest.

Der erste Eindruck zählt

Du hattest bisher noch keinen persönlichen Kontakt zu deinem potenziellen Kunden? Dann ist der erste Eindruck umso wichtiger. Dazu zählt deine Kleidung genauso wie dein Auftreten.
Je nach Branche und Unternehmen musst du dein Erscheinungsbild anpassen. Das heißt nicht, dass du dich verstellen sollst!
Jedoch bevorzugen manche Branchen ein eleganteres Auftreten in Anzug oder Kostüm. Wenn du von deiner Recherche weißt, dass das Unternehmen in solch einem Bereich tätig ist, dann ist es sinnvoll, dass du dich diesem Kleidungsstil anpasst. Andere Berufszweige sehen das möglicherweise entspannter. Jogginghose und Schlabberpulli sind immer noch ein No-Go, aber es spricht nichts gegen einen sauberen und eher legereren Kleidungsstil, der einen ordentlichen Eindruck hinterlässt.
Wie du siehst, kann eine falsche Kleiderauswahl je nach Kunden ein direktes K. O.-Kriterium sein. Informiere dich also im Vorhinein, wie der Dresscode bei dem jeweiligen Unternehmen ist.

Jedoch zählt nicht nur deine Garderobe. Dein Auftreten wird ebenfalls im Gedächtnis des Kunden bleiben. Ein offenes Lächeln und der direkte Blickkontakt lassen dich gleich viel sympathischer wirken.
Bei der Begrüßung solltest du zudem auf deinen Händedruck achten. Er sollte weder zu lasch noch zu kräftig sein. Übe ihn am besten mit deinen Freunden. Du möchtest deinen Klienten überzeugen und da kann ein solider Händedruck bereits ausschlaggebend sein.

Mimik und Gestik nicht vergessen

Neben deinem Auftreten ist auch deine Mimik und Gestik sowie deine Haltung während des Kundengesprächs wichtig. Durch kleine Gesten wie einem Nicken oder einem Lächeln signalisierst du dem Klienten, dass du zuhörst und nicht mit deinem Gedanken abschweifst.
Wenn der Kunde spricht, lass‘ ihn aussprechen und stelle erst im Nachhinein die Fragen, die bei dir aufkommen. Unterbrichst du dessen Gesprächsfluss ständig, wirkst du sehr unfreundlich.

Auch deine Sitzposition verrät einiges über dich und deine Persönlichkeit. Du solltest auf deine Sitzhaltung achten. Sie sollte aufrecht und zum Klienten gewandt sein, wenn er bzw. sie spricht.
Wenn du dich zu sehr in den Stuhl fläzt, wirkst du unprofessionell und hinterlässt einen sehr schlechten Eindruck. Mach‘ dir immer deutlich, dass es ein Geschäftstreffen ist und du nicht bei Freunden auf der Couch sitzt.

Den Kunden zu Wort kommen lassen

Ein sehr wichtiger Aspekt bei Kundengesprächen ist, dass du den Kunden sprechen lässt.
Es ist verständlich, dass du dich von möglichen Konkurrenten abheben und deine Qualitäten präsentieren möchtest. Das ist auch notwendig, jedoch nicht zu Beginn des Gesprächs.
Der Kunde hat dich angefragt und sich ebenfalls im Vorhinein über dich informiert. So gesehen ist er sich deinen Eigenschaften bewusst, ansonsten hätte er dich nicht zu einem Gespräch eingeladen.

Es ist daher entscheidend, dass du dem Klienten zeigst, dass du an ihm, seinem Unternehmen und der Aufgabenstellung interessiert bist. Wie? Indem du ihn zu Wort kommen lässt. Nachfragen ist daher das A und O. Stelle gezielte Fragen und lasse den Kunden sprechen. Eine gute Grundlage bieten dafür die W-Fragen: Was, wie, warum, wofür, etc.
Gehe zudem auf seine Aussagen ein. So kannst du deine Expertise einbringen und verdeutlichen, dass du dich in der Materie auskennst. Berichte von ähnlichen Problemsituationen, die du schon erfolgreich gelöst hast.
Schweife jedoch nicht zu sehr aus. Konzentriere dich auf das Wesentliche und kehre anschließend zum Kunden zurück. Sein Redeanteil sollte vor allem zu Beginn größer sein.

 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass du trotz Nervosität ein souveränes Auftreten an den Tag legen kannst. Achte am Tag deines Kundengespräches auf dein Aussehen. Je nach Branche und Unternehmen kann ein spezieller Dresscode nötig sein. Auch deine Mimik, Gestik und Haltung sagen viel über dich aus. Mach‘ dir immer wieder bewusst, dass du bei einem Kunden bist und verhalte dich dementsprechend. Zeige ihm, dass du an dem Projekt interessiert bist und stelle ihm Fragen. Lass‘ den Klienten sprechen und gehen auf dessen Aussagen ein.

Arbeit als Freelancer: Wie schreibt man eine Rechnung

Du hast ­­deinen ersten Auftrag als Freelancer erfolgreich abgeschlossen? Dann ist es Zeit für dich, eine Rechnung zu schreiben. Als Selbstständige/r erhältst du kein Gehalt nach Vertragsabschluss, sondern musst deinem Kunden eine Rechnung stellen.
Bist du dir unsicher, wie du eine Rechnung aufsetzen musst? Dann verpass‘ nicht unseren nächsten Beitrag der „Arbeit als Freelancer“ – Reihe am Freitag, den 29. November 2019!

Von |2019-09-28T10:18:52+01:00November 15th, 2019|Absolventen, Berufseinstieg, Karrieretipps, Studierende|