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Arbeit als Freelancer: Das Für und Wider der Selbstständigkeit

Bei allem gibt es Vor- und Nachteile.
Auch als Freelancer gibt es positive und negative Seiten, über die du dir vorher Gedanken machen solltest. In unserem heutigen Beitrag beleuchten wir die Pro und Contra-Seiten der Selbstständigkeit.

Absolute Entscheidungsmacht

Einer der Hauptgründe, warum sich viele Arbeitnehmer selbstständig machen, ist die Freiheit selbst entscheiden zu können und der eigene Boss zu sein.
Als Selbstständige/r schreibt dir niemand vor, wann du arbeitest und wie lange du Pausen machen darfst. Du kannst dir deine Arbeitstage flexibel und nach deinen Wünschen einteilen. Jedoch kann dir diese freie Entscheidungsmacht auch zum Verhängnis werden.
Es wird Tage geben, an denen du einen Durchhänger und wenig Lust zu arbeiten hast. Du sagst dir, dass du am nächsten Tag wieder ranklotzen wirst. Aber einem Motivationstief zu überwinden, ist nicht immer einfach.

Als Freelancer musst du Durchhaltevermögen beweisen. Auch wenn du gerade weniger motiviert bist an einem Projekt zu arbeiten, musst du bedenken, dass dir abgeschlossene Aufträge und zufriedene Kunden Geld einbringen.
Am Ende des Monats wartet kein regelmäßiges Gehalt vom Arbeitgeber mehr auf dich. Es kommt alleine auf dich und deine Arbeitsmotivation an. Die Flexibilität und freie Entscheidungsmacht können als Freelancer sowohl Vor- und Nachteil sein.

Stress und lange Tage gehören dazu

Eintönige Arbeitstage waren gestern. Mit deinem eigenen Unternehmen kannst du flexibel von überall und zu jeder Zeit arbeiten. Wer aber denkt, dass die Arbeit als Selbstständiger ein Zuckerschlecken ist, hat falsch gedacht. In den ersten Jahren deiner Existenzgründung musst du sehr viel Zeit und Energie in dein Unternehmen stecken.
Du musst Kontakte knüpfen, Kunden gewinnen und erfolgreich Aufträge abschließen. Da ist es zu Beginn nicht unüblich, dass du lange Arbeitstage hast und auch mal am Wochenende arbeiten musst.
Die selbstständige Arbeit kann nervenaufreibend und stressig sein. Gutes Zeitmanagement und eine ordentliche Arbeitsplanung helfen dir den Überblick zu bewahren und nicht in Arbeit unterzugehen.

Mach‘ dein Hobby zum Beruf

Was gibt es Schöneres, als seiner Leidenschaft im Beruf nachzugehen? Richtig: Mit dem eigenen Hobby in die Selbstständigkeit zu starten und beim Geld verdienen richtig Spaß zu haben.
Wenn dir deine Arbeit gute Laune bereitet und du ihr gerne nachgehst, dann scheust du auch weniger längere Arbeitstage.
Es gibt nichts Schlimmeres, als an einem Arbeitsplatz gefesselt zu sein, an dem die Minuten wie Stunden verstreichen. Warum in einem Job arbeiten, der dich nicht erfüllt, wenn du ebenso mit deinem Hobby Geld verdienen kannst?

Alle Kosten liegen bei dir

Jedoch musst du in der Selbstständigkeit mit zusätzliche Kosten rechnen.
Ein Arbeitgeber zahlt einen gewissen Prozentsatz deiner gesetzlichen Altersvorsorge und den Krankenkassenbeitrag seiner Angestellten.
Wenn du als Freelancer beginnst, musst du dich bei deiner Krankenkasse umschreiben lassen und zahlst dann den vollen Betrag, da du sowohl die Rolle des Arbeitgebers als auch die des Arbeitnehmers einnimmst. Zusätzlich musst du privat für deine Altersvorsorge vorausplanen und Krankheitstage mit einkalkulieren. Erkundige dich am besten bei deiner Krankenkasse, welche  Möglichkeiten und Absicherungen es für Selbstständige gibt.

Ein weiterer Punkt ist deine jährliche Steuererklärung. Da dir nicht sofort Steuern von deinem Honorar abgezogen werden, musst du eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. Dort berechnen sie dir anhand deines Umsatzes deine nachträglich zu zahlende Steuer.
Du kannst deinen Gewinn also nicht zu 100 Prozent investieren, sondern musst einen gewissen Betrag für die Steuer zur Seite legen.

Du profitierst vom Gewinn

Du steckst eine Menge Anstrengungen in deine Arbeit und bekommst dafür nicht mehr als Lob vom Chef? Viel besser als Belohnungen wäre doch eine dicke Überweisung auf dein Konto. Bei der Selbstständigkeit läuft das so.
Deine Arbeit und Mühen zahlen sich in Form von Gewinnen aus, die direkt in deine eigene Tasche fließen und nicht in das Unternehmen, bei dem du angestellt bist.
Da du dir deine Aufträge, Kunden und die Höhe deines Stunden- oder Tagessatzes selbst aussuchst, hält dich nichts davon ab, so viel zu arbeiten, wie du möchtest. Natürlich wirst du nicht zu Beginn deiner Freelancer-Tätigkeit mit sagenumwobenen hohen Einnahmen rechnen können, aber sobald du dir ein Standbein aufgebaut und einen Namen gemacht hast, kannst du richtig durchstarten. Eine Verdienstbegrenzung gibt es in der Selbstständigkeit nicht.

 

Mit der Selbstständigkeit kommen viele Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite hast du freie Entscheidungsmacht und kannst dein eigener Boss sein, deine Zeit flexibel einteilen und wirst für deine harte Arbeit entlohnt. Auf der anderen Seite kommen extra Kosten, lange Arbeitstage und eine stressige Gründungsphase auf dich zu. Bevor du also als Freelancer dein eigenes Unternehmen aufbaust, solltest du das Für und Wider der Selbstständigkeit abwiegen.

 

Arbeit als Freelancer: How To Get a Job

Als Freelancer suchst du dir deine Kunden und arbeitest nach Auftragslage. Besonders am Anfang deiner Selbstständigkeit kann es schwieriger sein, einen Job an Land zu ziehen. Du bist dir unsicher, wie du an neue Aufträge kommst?
Dann verpass‘ nicht unseren nächsten Beitrag der „Arbeit als Freelancer“ – Reihe. Am Freitag, den 23. August, geben wir dir einige Tipps und Tricks, wie du neue Kunden gewinnen kannst.

Von |2019-08-09T08:18:58+01:00August 9th, 2019|Absolventen, Berufseinstieg, Karrieretipps, Studierende|